Posts Tagged ‘Österreich’

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Da zappeln die Pappeln

19. Oktober 2008

Womit können europäische Ligen ohne großes Fanpotenzial, reiche Konzernbesitzer und Stars heutzutage noch punkten? Die Antwort gibt es heute anhand der österreichischen Tipp3-Bundesliga:

  1. mit vielen Toren (haben sie sich bei der Deutschen Bundesliga abgeguckt)
  2. mit großartigen Kommentatoren (siehe Überschrift) und
  3. mit Carsten Jancker (FUßBALLGOTT!!!)

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Österreich trifft viermal…

20. August 2008

…und gewinnt trotzdem nicht. Der EM-Gastgeber hat mal wieder sein Unvermögen bewiesen. Das hat nichts mehr mit Pech zu tun. Wir erinnern uns: Vor der EM testeten die Österreicher unter anderem gegen Deutschland und die Niederlande. Im Spiel gegen die DFB-Elf war die Mannschaft, die damals noch von Joseph Hickersberger trainiert wurde, eine Halbzeit lang die klar bessere Mannschaft, verlor am Ende aber dennoch klar mit 0:3. Gegen die Niederlande führte Österreich nach 35 Minuten bereits mit 3:0, um am Ende noch 3:4 zu verlieren und wieder den Beweis angetreten zu haben, dass die Alpenrepublik lieber doch nur eine Halbzeit spielen will.

Es folgte die EM, bei der man merkte, dass zwischen Pflicht- und Freundschaftsspiel ein großer Unterschied besteht. Der Gastgeber schied ohne Sieg aus dem Turnier aus und hinterließ die Skifahrer-Nation so, wie man es erwartet hatte: Enttäuscht.

Nach der EM ist vor der WM. Die Österreicher haben mit Karel Brückner einen international anerkannten Trainer verpflichtet, um sich auch mal ohne den Gastgeber-Bonus für ein großes Turnier zu qualifizieren. Als ersten Freundschaftsspielgegner hat man sich niemand geringeren als Weltmeister Italien ausgesucht. Die Österreicher entsinnen sich wieder an die Phase vor der EM. Freundschaftsspiele? Da war doch was. Und legen los wie die Feuerwehr. Nach 40 Minuten führt Österreich mit 2:0 und dann das:

Was soll man dazu sagen…

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Jubel ja! Euphorie nein!

16. Juni 2008

1:0 gegen Österreich! Ham wa die verkloppt! Keine Chance hatten sie, die Ösis. Tja, schön wärs gewesen, wenn wir nach dem Spiel so würden reden können. Ich hatte nach dem Spiel keine wirkliche Lust zu feiern. Klar, ich freute mich über das Weiterkommen und die Tatsache, dass Cordoba auch die nächsten 30 Jahre von den Medien aufgegriffen wird, wenn es zum Duell zwischen uns und den Österreichern kommt – und nicht Wien 2008. Aber Euphorie mit Blick auf das Viertelfinale gegen Portugal? Wo soll die herkommen?

Die Portugiesen gehören zum Besten, was die Europameisterschaft bisher zu bieten hatte. Das kann man von der deutschen Elf – selbst mit gutem Willen – nicht behaupten. Bei Portugal befinden sich nahezu alle Spieler in Bestform, Christiano Ronaldo sorgt nicht nur für die Show, sondern auch für Tore und deren Vorlagen. Das Team von Joachim Löw sucht immer noch das Leistungsvermögen von der WM 2006, Michael Ballack hat zwar jetzt mal getroffen und wurde sogar zum Man of the Match gekürt, doch sind wir mal ehrlich: Der Freistoß war die einzige gelungene Aktion des „Capitanos“.

Einen Lichtblick hatte dieses Spiel der DFB-Elf: Philipp Lahm hatte in der zweiten Halbzeit gegen Kroatien schon angedeutet, dass er einer der wichtigsten Spieler sein könnte, wenn es darum geht, für Überraschungsmomente zu sorgen. Dies hat er gegen Österreich bestätigt. Wenn jetzt auch noch sein Spezi Bastian Schweinsteiger zurückkommt, dem Löw nach seinem eigenen Platzverweis unmöglich noch sauer sein kann, hat die deutsche Mannschaft eine starke linke Seite, die den „europäischen Brasilianern“ Kopfzerbrechen verschaffen könnte. Das Problem ist, dass es das dann auch schon war.

Die Abwehr um Metzelder und Mertesacker machte erneut keinen wahnsinnig sicheren Eindruck, Torsten Frings stand zum wiederholten Male bei dieser EM völlig neben sich. Und was ist eigentlich mit unserem „Traumsturm“? Miroslav Klose ist mittlerweile zum Mittelfeldspieler verkommen, der ab und an mal im Strafraum auftaucht, vor dem aber keine Defensive der Welt mehr Angst hat. Und Mario Gomez macht sich bereits völlig lächerlich, bevor er überhaupt dafür sorgen könnte, dass jemand vor ihm Respekt hat. Den VfB Stuttgart wird es freuen. 

Höhen und Tiefen hatte dagegen mal wieder Lukas Podolski. Der „Prinz“ war aber immer präsent, ich würde mir allerdings manchmal wünschen, dass er nicht jeden Ball, den er – sich frei wähnend – zugespielt bekommt, in Richtung Tor hämmert. Das hat ihn schon bei den Bayern seinen Stammplatz gekostet. Im DFB-Team wird ihm das freilich nicht passieren. Im Gegenteil, Poldi wird an seinen angestammten Platz neben Klose im Angriff zurückkehren, da sein Kumpel Schweini wieder fit ist. Der Leid tragende ist dabei nicht Gomez, der Stuttgarter hatte seine Chance, sondern Kevin Kuranyi, der sich den Platz im EM-Kader durch starke Leistungen in der Bundesliga und auch im DFB-Trikot verdient hatte und nun auf der Bank schmort. Kuranyi und die Nationalmannschaft, das scheint einfach nicht zu passen.

Ich würde gerne optimistisch in die Zukunft, genauer auf den Donnerstag, schauen. Allerdings fehlt mir dafür ein wenig der Glaube an diese Mannschaft. Vor zwei Jahren hätte ich hier noch alles dafür gegeben, damit die Euphorie um diese Mannschaft gesteigert wird, um den Halbfinaleinzug auch wirklich sicherzustellen. In diesem Fall muss ich aber ganz ehrlich sagen, würde es an ein Wunder grenzen, wenn Deutschland die Portugiesen schlägt. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist, wenn man nur die derzeitigen Leistungen vergleicht, so groß wie die vor dem Spiel zwischen Deutschland und Österreich für einen Sieg der Gastgeber. Allerdings hoffe ich natürlich und werde beim Spiel am Donnerstag vor dem Fernseher auch alles dafür geben, dass das Wunder eintritt und Deutschland ins Halbfinale kommt. Denn dort warten entweder die Kroaten oder die Türken. Beides nicht nur schlagbar, sondern auch hochbrisant.

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Platzverweis schlimmer als Niederlage

12. Juni 2008

Die Niederlage gegen Kroatien war hochverdient. Die Mannschaft von Slaven Bilic hat die von Joachim Löw – wie von mir befürchtet – mit ihren technischen Fähigkeiten zermürbt. Allerdings erst nachdem sie schon zurücklag, was die Frustration im deutschen Team von Minute zu Minute steigen ließ. Schuldig am Gegentreffer war Marcell Jansen, da kann der deutsche Teamchef noch so sehr darauf hinweisen, dass die Flanke nicht zustande kommen darf. Ein Profifußballer muss die alte Jugendregel „Zum Ball“ (für: dem Ball entgegen gehen) verinnerlicht haben. Jansen muss sich jetzt vorhalten lassen, dass er damals nicht gut genug aufgepasst hat.

Ein Gegentor wie das 2:0 kann immer passieren. Glück gehört im Fußball dazu. Wenn es allerdings „nur“ das 0:1 gewesen wäre, hätte der weitere Spielverlauf wohl anders ausgesehen. So rannte die DFB-Elf einem Zweitore-Rückstand hinterher und fand viel zu selten die Mittel, die mit „högschder Disziplin“ verteidigenden Kroaten in Bedrängnis zu bringen. Viel zu oft wurde der lange Ball nach vorne gespielt, wo sich Herthas Joe Simunic (zum ersten Mal seit einem halben Jahr ohne jeden Fehler) und Dortmunds Robert Kovac über leichte Arbeit freuten. Das setzte sich auch nach dem erzwungenen Anschlusstreffer von Lukas Podolski fort. Die Einwechslung von Kevin Kuranyi deutete sogar darauf hin, dass das deutsche Trainerteam genau diese Taktik verfolgen wollte.

Dabei zeigten zwei WM-Helden wunderbar, wie die Kroaten zu knacken gewesen wären. Bastian Schweinsteiger, nach seiner Einwechslung bester Mann auf dem Platz und Philipp Lahm, der seinem bayerischen Kollegen in nichts nachstand, wirbelten die rechte Abwehrseite des Gegners derartig durcheinander, dass sich der kroatische Abwehrspieler insgeheim Marcell Jansen zurückwünschte. Die beiden – Schweinsteiger und Lahm – schlugen den Gegner in dieser Phase mit seinen eigenen Waffen: Ballsicherheit, Spielwitz und Kombination. All das also, was man von der deutschen Elf bei der WM und in weiten Teilen der Vorbereitung gewohnt war.

Umso bitterer ist es da im Hinblick auf den weiteren Turnierverlauf, dass eben jener Schweinsteiger sich in der Nachspielzeit zu einem Schubser gegen seinen Gegenspieler Leko hinreißen ließ und dafür vom Schiedsrichter nicht ganz zu Unrecht mit der Roten Karte bestraft wurde. Mit Schweinsteiger verliert die Mannschaft einen ihrer ballsichersten Spieler. Clemens Fritz hat eine unglaubliche Angriffsdynamik, verliert den Ball dabei jedoch viel zu häufig. Genauso sieht es zur Zeit mit Michael Ballack aus. Der „Capitano“ spielt eine unglaublich hohe Anzahl von Fehlpässen, auch schon gehen Polen, da wurde es bloß nicht bestraft. Ballack muss aber auch und vor allem an der Absprache mit Torsten Frings arbeiten. Viel zu oft konnte ein Kroate durchs Mittelfeld spazieren, viel zu oft hätte ein Kroate aus dem Rückraum zum Schuss kommen können. Übrigens ein Missstand der ebenfalls schon gegen Polen auftrat.

Die deutsche Elf kann von Glück reden, dass der nächste Gegner „nur“ Österreich heißt. Es müsste wirklich mit dem Teufel zugehen, wenn der bislang sieglose Gastgeber gegen Deutschland zum ersten Erfolg käme und Deutschland sich damit aus dem Turnier verabschieden müsste. Selbst mit einer in der letzten Konsequenz unterirdischen Vorstellung wie gegen Kroatien müsste es gegen das Team von Josef Hickersberger reichen. Dann wird es allerdings richtig schwer, denn als Gruppenzweiter warten wohl die Portugiesen im Viertelfinale. Die haben seit dem 1:3 im Spiel um Platz Drei bei der EM noch eine Rechnung mit Deutschland offen. Damals erzielte Bastian Schweinsteiger nahezu alle deutschen Treffer (ein Eigentor, nach einem Schuss von ihm). Wenn kein Wunder geschieht, wird der Rechtsfuß allerdings fehlen. Denn eine glatte Rote Karte zieht im Normalfall mindestens zwei Spiele Sperre nach sich. Damit könnte die EM für den Münchener jedoch schon zu Ende sein…

UPDATE: Das „Wunder“ ist eingetreten. Schweinsteiger ist nur ein Spiel gesperrt, könnte damit im Viertelfinale wieder auflaufen.

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Zweitklassig zum Vorrundenaus…

8. Juni 2008

Man muss sich das so vorstellen, als würde ein deutscher Zweitligist in der Champions League antreten. So TUS Koblenz gegen den FC Liverpool. Oder Wehen-Wiesbaden gegen Barcelona. Eigentlich keine Chance. Nur zwei Gründe lassen die Hoffnung leben: Alle Spiele finden im heimischen Stadion statt und das ganze Land steht – vor dem ersten Gruppenspiel – hinter der Mannschaft. Im StudiVZ werden Gruppen gegründet wie „Koblenz in der Champions League – Deutschland ist Rheinland-Pfalz“ und haben innerhalb von wenigen Tagen über 200.000 Mitglieder. Aber es gibt auch kritische Stimmen. Einige befürchten, dass der Zweitligist ohne jede Chance bleibt und sich in ganz Europa blamiert. Sie fordern eine „zweitligafreie Champions League„. Ihr Ruf bleibt unerhört.

Was sich merkwürdig liest, hat die Österreichische Nationalmannschaft in den letzten Monaten durchlebt. Seit dem 12. Dezember 2002 – dem Tag der Bekanntgabe von Österreich und Schweiz als Austragungsort der Euro 2008 – diskutiert die Öffentlichkeit unseres Nachbarlandes, ob man denn wirklich antreten sollte, wenn ja, wer die Nummer Eins im Tor ist und ob Trainer Hickersberger überhaupt der richtige Trainer ist. Es folgten erbärmliche Freundschaftsspielauftritte: Im Jahr 2007 gab es einen Sieg in zwölf solcher Vergleiche, 2008 gelang wenigstens im letzten Auftritt vor der EM gegen den Fußballriesen Malta ein 5:1. Mehr Hoffnung zieht die gesamte Alpenrepublik aus den starken ersten Halbzeiten gegen Deutschland (Endstand: 0:3) und die Niederlage gegen die Niederlande (nach 3:0 noch 3:4). Man munkelt aber, dass die Österreicher wissen, dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert.

Als das erste Gruppenspiel gegen Kroatien angepfiffen wird, ist die Stimmung prächtig, auch wenn man beim Singen der Hymnen das Gefühl hat, mehr Kroaten seien im Stadion. Ob die Österreicher ihrer Mannschaft doch nichts zutrauen? So wie Joe Simunic, der kroatische Innenverteidiger von Hertha BSC, der vor dem Spiel sagte: „Ich habe mehr Technik, als alle Österreicher zusammen.“ Der Abwehrspieler und alle Fans, die sich nicht um Karten bemüht haben, sehen sich vermutlich nach nicht einmal drei Minuten bestätigt. Da legt Aufhauser den HSV-Stürmer Olic im Strafraum und Schiedsrichter Fink aus den Niederlanden zeigt keine Gnade: Elfmeter. Modric nutzt ihn zur frühen Führung.

Die Kroaten sind nach diesem Traumstart die klar bessere Mannschaft, drücken auf das zweite Tor – machen es aber nicht. Aber wer weiß, was passiert wäre, wenn der Linienrichter auf der österreichischen Seite in der 29. Minute mal seine Augen benutzt hätte. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass er das Halten, Ziehen, Zerren und schließlich Schlagen von Österreichs bereits mit Gelb verwarnten Pogatetz gegen Olic direkt vor seinen Augen nicht an seinen Chef meldet. Vielleicht hat der Mann ein größeres Herz für das Befinden der Gastgeber. Pogatetz wird nicht mal verwarnt. Die Hoffnung lebt weiter.

Aber so etwas gibt es ja im Fußball. Diese eine Aktion, die der Mannschaft das Signal gibt, jetzt mal langsam aufzuwachen. Zwar hat Petric noch einmal die Chance auf 2:0 zu erhöhen (35.), doch dann ist der Gastgeber dran. Eine wirklich Tormöglichkeit, die man 100%ig nennen würde, gibt es zwar nicht. Aber Österreich drückt die Kroaten nun in die eigene Hälfte hinein, hat mehr vom Spiel und auch ein paar Halb-Chancen. Ein Tor gelingt ihnen – ich bin versucht zu sagen natürlich – nicht, auch wenn die Fans sie mit „Immer wieder Österreich“ nach vorne treiben. Die Halbzeit macht dem Spuk aus kroatischer Sicht ein Ende.

In der zweiten Halbzeit geschieht lange nichts. Österreich macht nicht ganz genau da weiter, wo es vor der Pause aufgehört hat. Der Schwung ist in der Kabine geblieben und die Angriffe verpuffen auch weiterhin im 50%-Bereich. Wirklich zwingend ist anders. Aber irgendwie liegt etwas in der Luft. Ein Tor? Die längst fällige Rote Karte für Pogatetz, den Hickersberger unverständlicherweise auf dem Platz gelassen hat? Nein, es ist „nur“ ein Auswechslung. Die versetzt die Österreicher allerdings in Ekstase. Ein 38-Jähriger, der in Kroatien geborene und dann nach Österreich ausgewanderte Ivica Vastic, kommt ins Spiel. Leider fragt man sich als neutraler Beobachter bereits nach fünf Minuten, ob dieser Vastic nicht doch eher aufs Altenteil gehört. Er fabriziert einen Fehlpass nach dem anderen. 

Spannung will einfach nicht aufkommen. Also wechselt Österreich munter weiter Spieler ein, die nicht-österreichische Wurzeln haben. Der nächste ist Ümit Korkmaz, Neuzugang von Eintracht Frankfurt. Wussten die Hessen, dass sie keinen Türken kaufen? Egal, denn Korkmaz zeigt sich als agiler Dribbler, der als einer der wenigen Spieler der Gastgeber weiß, wie es ist, einen Gegenspieler aussteigen zu lassen. Wahrscheinlich hat Hickersberger ihm, oder dem wenig später eingewechselten Kienast, den Schwung aus der ersten Hälfte mitgegeben, den die Österreicher in der Kabine vergessen hatten. Die Wechsel zeigen auf jeden Fall Wirkung. Der Ballbesitz der Kroaten sinkt auf gefühlte 30% und plötzlich fühlt man sich an den Vorabend erinnert, als tapferen Schweizern gegen abgebrühte Tschechen einfach kein Tor gelingen wollte. Hat der Fußballgott heute ein Einsehen?

Eine Flanke nach der anderen fliegt in den Strafraum der Kroaten. Bloß ist da niemand, der sie verwertet. Man wünscht den Österreichern in diesem Moment einen Toni Polster zurück – wie das Spiel dann wohl ausgehen würde? So versuchen sich Vastic, Ivanschitz und vor allem der wieselflinke Korkmaz mit Fernschüssen, treffen das Tor aber entweder gar nicht oder scheitern, wie im gefährlichsten Falle von Korkmaz (86.), am kroatischen Keeper. Auch der letzte Kopfball des Spiel, der Roman Kienast wohl zum Österreichischen Odonkor gemacht hätte, geht haarscharf am langen Pfosten vorbei (90.).

Am Ende hat Schiedsrichter Vink, wie schon nach drei Minuten, keine Gnade und pfeift nach der angezeigten Nachspielzeit einfach ab. Was bleibt ist Ernüchterung – und die Erkenntnis, dass ein Zweitligist für die Champions League eben einfach nicht gewappnet ist.

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Humor haben sie ja…

19. Mai 2008

Ein grandios selbstironischer Rückblick auf die Fußball-Europameisterschaft 2008. Von und mit Österreichern, die – und das macht sie mal wieder unheimlich sympathisch – das Ganze mit einer phantastischen Ernsthaftigkeit darstellen.

Marc – ein Berliner (ich hoffe er nimmt es mir nicht übel:) Kollege – hat’s zuerst gesehen…

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Genial

6. Februar 2008

Es ist eine Wohltat zu sehen, wie die deutsche Nationalmannschaft im Auftrag des ganzen Landes dem kleinen Nachbarn aus Österreich Hoffnung gibt, dass die Europameisterschaft 2008 im Alpenland doch keine Blamage wird. Ich glaube, dass Franz Beckenbauer das in Auftrag der FIFA an die deutsche Elf weitergereicht hat. Oder Reiner Calmund im Auftrag des Klagenfurter WM-Komittees. Oder sogar Jogi Löw selbst.

Die Rechnung könnte aufgehen. Die Österreicher bekommen durch das 0:0-Unentschieden ihre Zuversicht zurück, der Ticketverkauf der EM auch für langweilige Spiele zieht an und die deutschen Nationalspieler gehen nicht mit der Annahme in die EM, sowieso alles zu gewinnen.

Daran, dass die deutsche Mannschaft die Österreicher bei der EM mit mindestens drei Toren Unterschied zurück in die ewige Depression schicken wird, ändert dieses Freundschaftsspiel aber natürlich rein gar nichts…

Nachtrag (55. Minute): Ich glaube, so langsam ist es als Deutscher an der Zeit arrogant zu werden 😉