Archive for Oktober 2008

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Spitzenteam oder nicht?

31. Oktober 2008

Was hat diese Saison nicht schon alles zu erzählen? Von strahlendem Offensiv-Fußball von Aufsteiger Hoffenheim. Von zu Beginn kriselnden und langsam Fahrt aufnehmenden Bayern. Von Leverkusenern, die mit junger Mannschaft und jungem Trainer schönen und zugleich erfolgreichen Fußball zelebrieren. Von Schalkern, die mit Nationalmannschafts-Frührentner Kuranyi mal sehr und mal gar nicht zufrieden sind. Die Liste könnte noch dreizehnfach weitergeführt werden. Jede Bundesligamannschaft hat in diesem Jahr ihre positiven und negativen Geschichten. Und meistens sind es andere, als noch im letzten Jahr. Wenn man die Presse allerdings nach Berichten über Hertha BSC absucht, findet man eigentlich immer nur einen Namen: Marko Pantelic.

Es kommt nicht von irgendwoher, dass es meistens in diesem Zusammenhang heißt: „Ohne Pantelic ist bei Hertha vorne doch gar nichts los.“ Und zehn Tore in 14 Pflichtspielen sprechen auch eine deutliche Sprache, obwohl man hinzufügen muss, dass der Serbe in neun Bundesligapartien bisher „nur“ dreimal getroffen hat und vier der zehn Treffer aus der ersten und zweiten Uefa-Cup-Qualifikationsrunde stammen. Ganz so treffend wie auf jeden Fall noch in den letzten Jahren ist dieses Argument also nicht mehr. Und mit nur einem guten Stürmer steht man nach zehn Spieltagen eben auch nicht auf Platz Fünf.

Ja, manche müssen jetzt vielleicht nochmal eben die Tabelle überprüfen (HIER z.B.), aber es ist Fakt: Hertha spielt bisher eine überraschend starke Saison. Nicht umsonst erkor der sonst eher zurückhaltende Tagesspiegel die Mannschaft von Lucien Favre in der Ausgabe vom 30. Oktober zur Spitzenmannschaft. Doch bevor die gleichen Kritiker, die oben wirklich nochmal nach der Tabelle schielen mussten, jetzt einwerfen, dass Hertha sich da oben ohnehin nicht halten werde und deshalb alle Euphorie verfrüht und unangebracht ist, muss tatsächlich zunächst einmal auf die Bremse getreten werden. Ja, Hertha hat erst zwei Saisonspiele verloren (Bayern, Cottbus). Aber die wirklichen Gradmesser kommen erst noch. Und zwar in den kommenden Wochen.

Zunächst müssen die Berliner nach Bremen reisen, dorthin also, wo man zurzeit fast ein wenig neidisch nach Berlin schaut. Denn die Sicherheit, die die Berliner Abwehr in den letzten Spielen ausstrahlte, wünscht sich auch Thomas Schaaf für seine Mannschaft. Doch selbst nach der Rückkehr vom zu Saisonbeginn verletzten Torsten Frings half dem verunsicherten Champions-League-Teilnehmer nicht. Resultate wie das 5:4 gegen Hoffenheim, das 3:3 gegen Dortmund oder das 1:4 in Stuttgart sind keine Ausrutscher, sondern Auswüchse einer längst überwunden gewähnten Naivität. Verletzungsprobleme werden als Ausrede nicht akzeptiert, die hat Hertha nämlich auch. Gerade deshalb wird es auch interessant sein zu sehen, ob es der neuen Hertha – der „Favre-Hertha“ – gelingt, diese Unsicherheiten einer Bundesligamannschaft auszunutzen. In den vergangenen Jahren versagten den Herthanern nämlich genau in solchen Spielen immer wieder die Nerven.

Nach dem Duell mit Werder kommt der dann wahrscheinlich immer noch Tabellenführer aus Hoffenheim und mit ihm Rückkehrer Sejad Salihovic nach Berlin. Wie man (im Mittwochs-Kicker) hört, ist Hertha an einer Verpflichtung des Bosniers interessiert und hofft wohl darauf, dass Salihovic aus seiner Zeit in Berlin noch mehr als einen Koffer in der Hauptstadt gelassen hat. Der Linksfuß machte laut Kicker allerdings zuletzt deutlich, dass er sich in Hoffenheim wohl fühle und nicht an einem Wechsel interessiert sei. Ebenfalls im Kicker äußerte sich Klaus Toppmöller über Salihovic. Es sei ihm „unbegreiflich, dass Hertha BSC ihn für 250.000 Euro ziehen ließ.“ Toppmöller ist ja bekannt dafür, jungen Talenten eine Chance zu geben und hätte Salihovic damals vermutlich niemals abgegeben. Wer ihn damals in Berlin gesehen hat, erkannte zwar seine Anlagen (vor allem bei Freistößen), dass er seine Chance in den zugegebenermaßen wenigen Einsätzen genutzt hätte, kann man aber auch nicht behaupten. Jedenfalls wird sich in diesem Spiel zeigen, wie sicher, die als gefestigt geltende Abwehr der Herthaner wirklich ist. Wahrscheinlicher ist, dass z.B. Joe Simunic erst einmal eine Halbzeit brauchen wird, um sich an das hohe Tempo der Hoffenheimer zu gewöhnen. Wenn es dann noch nicht 0:3 steht, hat Hertha sogar die Chance auf einen Punkt.

Als dritter Prüfstein in Folge kommt dann der Hamburger SV ins Olympiastadion, der sich nach der 0:3-Klatsche in Hoffenheim, mit einem abgeklärten 2:0 gegen Stuttgart wieder zurück in die Erfolgslaufbahn spielte. Trainer Martin Jol hat die holländische Sicht des Fußballs jedenfalls zunächst besser auf die Bundesliga übertragen, als Fred Rutten bei Schalke 04. Und Jol hat mit Thiago Neves noch ein brasilianisches Juwel in der Hinterhand, dass nur darauf wartet, endlich fertig geschliffen der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Bisher konnte er nur viermal und dabei mit zwei Torvorlagen zu Siegtreffern zeigen, welche Fähigkeiten er hat. Gut vorstellbar ist es auf jeden Fall, dass Neves gegen Hertha wieder zum Stamm der Mannschaft gehört – was es für Hertha nicht leichter macht.

Bei den Berlinern wird alles darauf ankommen, wie sehr die Mannschaft an sich und das System des Trainers glaubt und sich vor allem daran hält, wenn es mal nicht so klappt. Bisher war das nur gegen die Bayern wirklich der Fall, die jährliche Heimniederlage gegen Cottbus kann zur überweltlichen Aufbauhilfe gezählt werden. Auch ob Marko Pantelic sich weiterhin und auch dann noch in den Dienst der Mannschaft stellt, wenn das Klima zwischen ihm und Trainer Favre weiterhin so vergiftet bleibt, ist eine wichtige Baustelle, die es schnellstens zu bearbeiten gilt. Kapitän Arne Friedrich wies richtigerweise darauf hin, dass solche Krisenherde der Mannschaft nicht weiterhelfen würden.

Es werden von Samstag an spannende zwei Wochen. Wochen der Wahrheit wenn man so will. Danach wird sich zeigen, ob der Tagesspiegel recht hatte. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen.

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Vorsicht, Herr Favre

27. Oktober 2008

Der Spieler hatte den Platz längst verlassen, da feierte ihn die kleine blau-weiße Delegation im Auswärtsblock mit Sprechchören: „Marko Pantelic, oho, Marko Pantelic, oho.“ Der Serbe war kurz zuvor von seinem Trainer Lucien Favre ausgewechselt worden. Beim Stande von 1:1 im Dortmunder Stadion. Es war also nicht so, dass der Schweizer Coach seinen exzentrischen Stürmer vom Platz genommen hätte, damit der sich seinen Applaus würde abholen können. Favre hatte Pantelic ausgewechselt…ja warum eigentlich?

In den vorangegangenen 77 Minuten hatte sich die einzige Spitze der Berliner zwar nicht durch ein Tor oder Vorlagen zu einem solchen hervorgetan, wirklich ungefährlich war er aber auch nicht. Im Gegenteil. Spieler wie Pantelic können immer noch mal „einen auspacken“ und damit ein Spiel alleine entscheiden. Pantelics Aktionen sind immer eine Gradtwanderung zwischen Genie und Wahnsinn. Das Problem ist, dass Hertha mit Favre einen Trainer hat, der nicht bereit ist, 89 Minuten auf die eine geniale Szene Pantelics zu warten, sondern ih nach spätestens 80 Minuten Wahnsinn vom Platz holt. Auf Kosten der Unberechenbarkeit im Angriff allerdings. Hertha hat von diesen Spielern sonst nämlich nicht viele. Andrej Woronin kann vielleicht in dieser Saison noch einer werden – war in Dortmund allerdings verletzt. Gojko Kacar und Cicero haben diese Qualität in Ansätzen auch schon gezeigt. Aber sonst? Der für Pantelic gekommene Valerij Domovchyski ist in dieser Hinsicht so etwas wie der Anti-Pantelic. Die Torgefahr des jungen Bulgaren ist in der Bundesliga bisher ungefähr so groß, wie die Chance, dass Arne Friedrich einmal das Image eines Rebellen nachgesagt wird.

Von denen haben sie in Berlin aber ohnehin genug. Dabei dachten sie ja mit dem Verkauf der Boatengs und Ashkan Dejagahs das Nest dieser Eigenschaft ausgelöscht zu haben. Doch einer dieser damals aus der eigenen Jugend hochgezogenen Bengel ist noch da. Sofian Chahed nämlich. Unter den Fans hat der Rechtfuß ungefähr soviel Kredit wie die Banken zurzeit: So gut wie keinen. Chahed spielt solide, manchmal. Häufiger bringt er – wie in Dortmund – seine Mannschaftskameraden mit ungenauen Anspielen in Bedrängnis oder lässt seinen Gegenspieler auf der rechten Abwehrseiten passieren. Macht Chahed keinen Fehler, wird er geduldet, ab und zu sogar geachtet. Aber wirkliche Wertschätzung erhält der gebürtige Berliner in seiner Heimat bisher nicht. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, dass der 25-Jährige um jedes Fünkchen Aufmerksamkeit kämpft und bockig wird, wenn man ihm die Chance dazu nimmt. Weil er nämlich im Training zu Beginn der vergangenen Saison der sicherste Elfmeterschütze war, galt er bei Hertha lange Zeit als Nummer Eins in dieser Rangliste und erhob den Anspruch diese auch im Spiel geltend zu machen. Vier Bundesligatore ermöglichte ihm sein ruhiger Fuß vom Elfmeterpunkt. Seine bisher einzigen.

Am Sonntag nahm sich dann allerdings der Brasilianer Cicero den Ball, was Trainer Favre keineswegs verwunderte: „Cicero war vorgesehen, ganz klar.“ Und als müsste er es noch irgendwie verdeutlichen, wiederholte er das „Cicero, ganz klar“ noch zwei weitere Male, um anschließend den bösen Journalisten (von der BILD) zu fragen, ob es denn nichts Wichtigeres für ihn gäbe, als so eine Frage. Auf die Antwort hin, das gehöre doch aber zum Spiel, versuchte Favre in gebrochenem Deutsch zu erklären, dass ihn solche Randerscheinungen nicht interessieren und es ihm viel wichtiger ist, dass seine Mannschaft seine taktischen Vorgaben umsetzt.

Was der Schweizer dabei vergisst, ist, dass Fußballer auch oder gerade in diesen modernen Zeiten Sensibelchen sind. Die Unstimmigkeiten bei der Nationalmannschaft zwischen Joachim Löw und Michael Ballack sind ja auch nur dadurch entstanden, weil der Nationaltrainer seinen Kapitän nach dessen Operation nicht um sein Wohlbefinden befragt hat. Und genau das gleiche geschieht auch bei Hertha zurzeit. Als Marko Pantelic mit einer kleineren Verletzung von einem Länderspiel kam, sich kurz beim Physiotherapeuten untersuchen ließ und dann nach Hause ins Bett ging, war das kein böswilliger Versuch von Pantelic, die Autorität des Trainers zu untergraben. Er hatte das wahrscheinlich immer schon so gemacht. Unter Falko Götz wurde es bloß nie geahndet.

Wenn der Trainer sich jetzt nicht dafür interessiert, warum Sofian Chahed auch am Tag danach noch sauer auf Fußballgott und die Welt ist – wenn er sich beinahe freut, dass Neuzugang Cicero seine ansprechende Leistung durch ein Tor gekrönt hat – wenn er in den letzten 13 Minuten im Signal-Iduna-Park auf der Bank sitzt und hofft, dass Domovchyski das Tor macht, damit endlich alle sehen, dass Marko Pantelic nur ein ersetzbarer Spieler ist – dann macht der Trainer einen Fehler. Weil es einmal mehr zeigt, dass Favre bestimmte Spieler bevorzugt behandelt. Und das kann – wenn es mal nicht so läuft wie zurzeit – ganz schnell nach hinten los gehen. Ich will gar nicht wissen, was die Pantelic-Fans und Hobby-Rebellen Simunic, Ebert oder Kacar veranstalten, wenn der Serbe wirklich zur Winterpause den Verein verlässt…

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Da zappeln die Pappeln

19. Oktober 2008

Womit können europäische Ligen ohne großes Fanpotenzial, reiche Konzernbesitzer und Stars heutzutage noch punkten? Die Antwort gibt es heute anhand der österreichischen Tipp3-Bundesliga:

  1. mit vielen Toren (haben sie sich bei der Deutschen Bundesliga abgeguckt)
  2. mit großartigen Kommentatoren (siehe Überschrift) und
  3. mit Carsten Jancker (FUßBALLGOTT!!!)

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Lokale Berühmtheit

15. Oktober 2008

Ich bin zurzeit mal wieder im Stress, was daran liegt, dass ich noch Altlasten wie eine Hausarbeit und ein Dossier für die neue Uni-Zeitung (erscheint am 28. Oktober) mit in das neue Semester geschleppt hab. Soll man nicht machen, hab ich aber. Außerdem verbringe ich immer mehr Zeit (endlich wieder) auf dem Fußballplatz. Das schöne daran ist: Es lässt sich nachlesen und ist ja dann doch wieder irgendwie ein Beitrag für diesen Blog.

Daniel Otto und Phillip Oldenburg bei den Holzpfosten

Kommilitonen sind echte Volltreffer

Schwerte. Nur 1:1 bei Dröschedes Drittvertretung – aber die Holzpfosten stehen nach neun Spieltagen auf Rang zwei der Kreisliga B West Iserlohn. Auch, weil die Mannschaft zur neuen Saison mit Torwart Daniel Otto (Foto, links) und Offensivspieler Phillip Oldenburg deutlich verstärkt wurde.

Otto deutete bereits bei der Schwerter Stadtmeisterschaft an, dass er zwischen den Holzpfosten zu einem echten Volltreffer werden kann. Sein erstes Ligaspiel aber ließ bis zum 5. Oktober auf sich warten. Beim 3:0-Sieg in Lasbeck gab der 23-Jährige ein „Super-Debüt”, wie Spielertrainer Florian Riesewieck bestätigt. „Er hat alle drei Tore mit Abstößen oder Abwürfen eingeleitet”, zeigte sich Riesewieck beeindruckend von seinem mitspielenden Torhüter.

Zum ganzen und noch viel längeren Artikel bei DerWesten.de

Eine tolle Aufgabe habe ich heute außerdem noch für das neue Jahr bekommen. Im Zuge eines Sportjournalismus-Seminars werde ich den Besuch von Jens Weinreich moderieren, der zu den von mir am meisten geschätzten Bloggern und Journalisten zählt. Da kann er sich aber auf ein paar saftige Fragen gefasst machen 😉
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Kein San Siro für Hertha

7. Oktober 2008

Update: Heim- und Auswärtsspiele stehen fest.

Die UEFA-Cup Auslosung in Nyon hat den deutschen Klubs unterschiedlich starke Gruppen zugeteilt. Hertha bekommt es demnach nicht mit den Wunschgegnern AC Mailand oder Spartak Moskau zu tun, sondern muss ein Heimspiel gegen den ukrainischen Vertreter Metalist Kharkiv fürchten. Wer wann und wo gegen wen, spielt, wird zur Stunde noch ermittelt. sondern erwartet zum ersten Heimspiel den portugiesischen Vertreter Benfica Lissabon im Olympiastadion (23. Oktober). Das zweite Heimspiel bestreiten die Berliner nach dem Duell in der Ukraine (6. November gegen Kharkiv) gegen Galatasaray Istanbul (3./4. Dezember). Das letzte Gruppenspiel findet dann in Piräus gegen Olympiakos statt (17./18. Dezember). Quelle: Hertha BSC

Den Lostopf-Jackpot hat in jedem Falle der VfL Wolfsburg gezogen. Als letzter deutscher Vertreter aus Topf 5 (von 5) gezogen, erwischte die Mannschaft von Trainer Felix Magath den AC Mailand um die Topstars Ronaldinho, Kaka und Shevchenko.

Gruppe A: FC Schalke 04, Paris St. Germain, Manchester City, Racing Santander, Twente Enschede

Schalke zuerst zu Hause gegen Paris (23.10.), dann nach Santander (6.11.), bevor Manchester City nach Gelsenkirchen kommt (27.11.). Den Abschluss der Gruppenphase bestreiten die Schalker in Enschede beim Ex-Klub vom neuen Trainer Fred Rutten (3./4.12.). Quelle: Schalke 04

Gruppe B: Benfica Lissabon, Olympiakos Piräus, Galatasaray Istanbul, Hertha BSC, FC Metalist Kharkiv

Gruppe C: FC Sevilla, VfB Stuttgart, Sampdoria Genua, Partizan Belgrad, Standard Lüttich

Der VfB startet in Sevilla (23.10.) und hat danach Partizan Belgrad zu Gast (6.11.). Das zweite Auswärtsspiel findet in Genua bei Samdoria statt (27.11.), bevor zum Abschluss der Gruppenphase für den VfB Standard Lüttich im Gottlieb-Daimler-Stadion vorspielt (18.12). Sicherlich nicht die glücklichsten Ansetzungen für die Stuttgarter. Quelle: VfB Stuttgart

Gruppe D: Tottenham, Spartak Moskau, Udinese Calcio, Dinamo Zagreb, NEC Nijmwegen

Gruppe E: AC Mailand, SC Heerenveen, Sporting Braga, FC Portsmouth, VfL Wolfsburg

Felix Magath erwartet mit seinem VfL am ersten Spieltag den SC Heerenveen (6.11.), muss dann nach Braga (27.11.) und trifft am 4.12. in der VW-Arena auf den FC Portsmouth. Der Kracher gegen Mailand findet am 18.12. in San Siro statt. Quelle: VfL Wolfsburg

Gruppe F: Hamburger SV, Ajax Amsterdam, Slavia Prag, Aston Villa, MSK Zilina

Der HSV hat das mit den Heimspielen ein fast schon unverschämtes Glück. Das Spiel gegen die für die Fans eher unattraktiven Slowaken aus Zilina (23.10. in Zilina) und auch das gegen Slavia Prag wurde den Hamburgern in der eigenen Stadt erspart (4.12. in Prag). Das Team von Martin Jol bekommt nur die Sahnestückchen in die HSH-Nordbank-Arena: Zuerst Ajax (27.11.) und dann Aston Villa (17.12.). Quelle: Hamburger SV

Gruppe G: FC Valencia, FC Brügge, Rosenborg Trondheim, FC Kopenhagen, AS Saint-Etienne

Gruppe H: ZSKA Moskau, Deportivo La Coruna, Feyenoord Rotterdam, AS Nancy, Lech Posen

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Ein neues Kapitel

5. Oktober 2008
Neustart in Schwerte

Neustart in Schwerte

Den Artikel aus den RuhrNachrichten gibt es auch HIER, es war ein geiles Gefühl endlich wieder auf dem Platz zu stehen.

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Einmal nicht die Arschkugel…

3. Oktober 2008

Bevor am Dienstag (07.10.) in Nyon die Uefa-Cup Gruppenauslosung stattfindet, wurden heute bereits die jeweiligen Töpfe bekannt gegeben, aus denen dann die acht Gruppen à fünf Teams gezogen werden( Dank an dogfood via Twitter). Der Hamburger SV und Schalke 04 befinden sich demnach in Topf 1 und gehen damit Teams wie dem AC Mailand, FC Valencia oder Tottenham aus dem Weg. Die Loskugel des VfB Stuttgart liegt in Topf 2 (zusammen u.a. mit Ajax Amsterdam, Deportivo LaCoruna oder Spartak Moskau). Topf 3 kommt ohne deutsche Teams aus, wohingegen Hertha zusammen mit Aston Villa, Partizan Belgrad oder Real Santander in Topf 4 wartet. Der VfL Wolfsburg befindet sich als einziger deutscher Vertreter in Topf 5.

Spielen wir die Auslosung einmal für Hertha durch. Wichtig zu wissen ist einmal, dass die ersten drei Teams in die Zwischenrunde einziehen, in der dann auch die Drittplatzierten der Champions League dazustoßen. Außerdem ist der merkwürdige Modus beachten, der besagt, dass jede Mannschaft zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele hat. Dass das zu unfairen Ausgangspositionen kommen kann, ist der UEFA entweder nicht bewusst oder es wird einfach ignoriert.

Der „Best Case“:

AC Mailand – Ajax Amsterdam – Sporting Braga – Hertha – MSK Zilina (Solna)

In diesem besten Falle hätte Hertha die beiden Heimspiele gegen Milan und Ajax, würde aus einem dieser Spiele einen Punkt oder natürlich mehr holen und in jedem Fall die Auswärtsspiele in Portugal und der Slowakei erfolgreich gestalten. Das Olympiastadion wäre einigermaßen voll, die Auswärtsspiele zwar schwer, aber trotzdem machbar.

Der „Worst Case“:

ZSKA Moskau – SC Heerenveen – Manchester City – Hertha – Metalist Kharkiv

Das wohl Bitterste für Hertha wären Heimspiele gegen die Ukrainer und den SC Heerenveen, die in Berlin Niemanden hinter dem Ofen vorholen würden – zumal die Gruppenphase im Winter ausgespielt wird (23.10 – 18.12.). Hinzu kommen die Hammerauswärtsspiele in Russland (brrrr…) und beim neureichen Manchester City. Ein Weiterkommen wäre natürlich trotzdem drin, weil Siege gegen Heerenveen und Kharkiv durchaus im Bereich des Möglichen sind. Allerdings weiß jeder, wie Hertha im Olympiastadion auftritt, wenn die Schüssel nicht einmal halbvoll ist.

Der Mittelweg:

Benfica Lissabon – FC Brügge – Galatasaray – Hertha – AS Saint Etienne

Beim Heimspiel gegen Galatasaray wäre das Stadion auf jeden Fall bestens gefüllt. Woher die Einnahmen kommen, darf Hertha da getrost egal sein. Auswärtsspiele in Frankreich, Belgien oder Portugal sind allemal angenehmer als in irgendwelchen osteuropäischen Kühlhallen. Gegen wen das zweite Heimspiel ausgetragen wird, ist bei der Konstellation fast egal.

Natürlich sind das alles blinde Spekulationen, die auch nicht nach den offiziellen UEFA-Regularien durchgeführt werden. Trotzdem wäre es wünschenswert für Hertha – da man ja bei den DFB-Pokal-Auslosungen traditionell die Arsch“kugel“ zieht – wenn die Berliner wenigstens einen Kracher im Olympiastadion zu sehen bekämen. Bei den Ansprüchen in der Hauptstadt fährt unter dieser Kategorie allerdings ohnehin nur der AC Mailand. Aber warum eigentlich nicht? Für manche Fans wäre sicherlich auch ein Wiedersehen mit Malik Fathi von Spartak Moskau interessant. Aber ein richtiger Publikumsliebling war der Linksfuß in Berlin eigentlich nie.

Die Töpfe im Überblick:

A: AC Milan (Italien), FC Sevilla (Spanien), FC Valencia (Spanien), Benfica Lissabon (Portugal), Schalke 04, ZSKA Moskau (Russland), Tottenham Hotspur (England), Hamburger SV

B: VfB Stuttgart, Ajax Amsterdam (Niederlande), Olympiakos Piräus (Griechenland), Deportivo LaCoruna (Spanien), FC Brügge (Belgien), Spartak Moskau (Russland), Paris SG (Frankreich), SC Heerenveen (Niederlande)

C: Rosenborg Trondheim (Norwegen), Udinese Calcio (Italien), Feyenoord Rotterdam (Niederlande), Sporting Braga (Portugal), Slavia Prag (Tschechien), Manchester City (England), Galatasaray Istanbul (Türkei) , Sampdoria Genua (Italien)

D: Hertha BSC, Partizan Belgrad (Serbien), AS Nancy (Frankreich), FC Portsmouth (England), Aston Villa (England), Real Santander (Spanien), FC Kopenhagen (Dänemark), Dinamo Zagreb (Kroatien)

E: AS Saint-Etienne (Frankreich), VfL Wolfsburg, Standard Liège (Belgien), FC Twente (Niederlande), NEC Nijmwegen (Niederlande), Metalist Karkhiv (Ukraine), Lech Pose (Polen), Zilina (Slowakei)