Posts Tagged ‘BVB’

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The Fresh Prince of Dortmund

14. Januar 2009

Hier ist die Musik.

Da ist der Text (ok, hier und da holperts „ein wenig“, aber es ist möglich, den Text auf die Musik anzuwenden).

Willkommen in Dortmund, Kevin-Prince.

Now this is the story, all about how,
my life got flipped, turned upside down,
and I’d like to take a minute, just don’t get stunned,
I’ll tell you how I became the prince of a town called Dortmund.

In the West of Berlin, born and raised,
on the soccerground is where I spent most of my days,
playing and tricking, it all looked very cool,
so I didn’t spend much time inside of the school,
then a couple of guys said: „Hey, you’re very good“,
and that’s how I escaped out of my neighbourhood,
what if I stayed, I really know how it’ve been,
I naturally would have been the Prince of Berlin.

I packed all my jerseys and my shoes in my tray,
put on my sunglasses, and made me on me way,
but London was cold and I wasn’t part of the team,
that was the complete opposite of my dream,
seat in the stand is bad,
by the time I cried and were really sad,
I ask my adviser to bring me back home,
maybe even near my brother jerome.

He sent whistles home and soon it came near,
that I don’t have to stay any day longer here
there was just one problem,my price was not fair,
so i decided to waive it, I mean, I’m a millionaire!

He called up the clubs, about seven or eight
and he yelled to the coaches: „Sign him, he’s no traitor“
then Susi come’s up, and pays a small fund,
and gave him the chance, to become Prince of Dortmund.

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Lasst Koller leben

4. Mai 2008

Jan Koller feierte mit den Fans. Er ließ sein getauschtes Trikot fallen, hob die Arme in die Höhe und applaudierte ihnen. Eine Welle, noch eine und noch eine. Die Dortmunder Südtribüne feierte ihren Helden.

Das Problem? Jan Koller spielt bereits seit fast drei Spielzeiten nicht mehr beim BVB. Von 2002 bis 2006 spielte der Tscheche im schwarz-gelben Trikot und erzielte in dieser Zeit ganze 59 Treffer. Im WM-Jahr wechselte Koller nach Monaco, wurde dort überhaupt nicht glücklich und kehrte zu Beginn diesen Jahres zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga zurück. In elf Spielen hat Koller dort bisher zweimal getroffen. Wirklich zufrieden ist das Nürnberger Publikum mit dem Zwei-Meter-Riesen nicht. 

Am vergangenen Freitag jedoch wurde aus Unzufriedenheit blanker Hass. Als Koller sich, wie beschrieben, von der Dortmunder Südtribüne feiern ließ und danach mit feuchten Augen zu seinem eigenen, dem Nürnberger Block ging, rasteten die Fans aus. Ausgestreckte Mittelfinger waren noch das mildeste Zeichen der Abneigung. Das „Kopf-ab“-Zeichen, dass man sonst nur aus Kinofilmen oder von Gerald Asamoah kennt, war ebenfalls zu sehen. Der Tscheche war zunächst nur irritiert, verbeugte sich dann als Entschuldigung und drehte schließlich enttäuscht ab. Auf dem Weg zum Kabinengang entfuhr ihm dann das, was dem ganzen dann leider die unrühmliche Krone aufsetzt: „Fucking Nürnberg-Fans“.

Im Nürnberger Fanforum geht es seitdem nachvollziehbarer Weise hoch her. Nach einer Entschuldigung Kollers glätten sich die Wogen zwar, doch wirklich rehabilitieren wird sich Koller wohl nur durch Tore in den letzten drei Spielen, die am Ende bitte schön auch zum Klassenerhalt reichen. Das ist zumindest die Essenz aus dem was der kleine Kreis im DSF-Doppelpass gerade geäußert hat. Waldemar Hartmann sprach von einem „No go“, Claus Strunz von der Bild am Sonntag kann die Nürnberger Fans sogar in der überzogenen Härte der Reaktion verstehen. 

Ich persönlich kann dem überhaupt nicht zustimmen. Klar, Fußball ist ein emotionales Geschäft und bei den Nürnbergern liegen die Nerven blank. Da kommt es nicht gut an, wenn ein Spieler der eigenen Mannschaft mit den Fans der anderen ein 0:0 feiert. Aber genau darum ging es Koller in diesem Moment ja gar nicht. Er war einfach nur glücklich über die positiven Reaktionen der Dortmund-Fans und wollte ihnen dafür etwas zurückgeben. Die LaOla-Welle hätte er sich natürlich sparen können, aber es zeigt einfach nur, dass da einer mit Herz bei der Sache ist und eben nicht ständig die Benimmregeln der Vereine durchdekliniert.

Spieler wie Jan Koller, denen die Reaktion der Fans so ans Herz geht, gibt es nicht mehr viele in der Bundesliga. Das beste Beispiel dafür ist Herthas Joe Simunic, der unlängst den Satz geäußert hat: „Es gibt so viele Leute, für die Hertha das ganze Leben bedeutet. Die tun mir leid. Die werden verarscht.“ Darüber sollte man diskutieren. Und nicht über einen Fußballer, der von seinen Gefühlen übermannt, mit den (in diesem Moment) falschen Fans feiert. Meinen Respekt hat er.

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Purer Neid

18. März 2008

Nun hat es der BVB also ins Finale nach Berlin geschafft. Mit einem 3:0 (1:0) gegen den Tabellenletzten der Zweiten Liga: Carl-Zeiss Jena. Die Thüringer hielten eine Hälfte lang gut mit, doch bevor sie, wie zuvor schon gegen Nürnberg, Bielefeld und Stuttgart in der zweiten Halbzeit zum Gegenschlag ausholen konnten, verabschiedete sich Spielmacher Jan Simak per Platzverweis. Das war in der 51. Minute und wenn zu diesem Zeitpunkt nicht längst alles für Dortmund gesprochen hätte (Bundesligist gegen Zweitligist, Heimspiel, alle Dortmunder fit, 1:0-Führung im Rücken), es wäre nun soweit gewesen. Am Ende versetzten Joker Klimowicz in Abstaubermanier und ausnahmsweise mal nicht aus 30 Metern per Traumtor, sondern nach schöner Kombination und aus Nahdistanz, Petric den Jenaern (wie war das mit den Togolesen?) den Todesstoß.

Der Borussia darf man gratulieren und trotzdem bleibt da, natürlich nur außerhalb Dortmunds dieser kleine Nachgeschmack des in dieser Saison fast schon unverschämten Losglücks. Fremde Stadien sahen die Borussen im Pokaljahr 07/08 nämlich nur ein einziges Mal. In Runde Eins beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg. Danach folgte die Heimspielserie gegen Frankfurt, Bremen, Hoffenheim und Jena, bevor nun die Krönung im Berliner Olympiastadion folgen soll.

Borussia-Fans werden mir böse sein, wenn ich den Siegeszug ihres Teams mit dem der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2002 vergleiche, aber gewisse Parallelen lassen sich da einfach nicht von der Hand weisen. Denn der BVB spielte keinen berauschenden Fußball (was Platz 13 in der Liga untermauert), und hatte, wie schon erwähnt, das Losglück auf seiner Seite. Außerdem lief auch in den Spielen viel für den Dortmunder Klub, wenn man den verschossenen Elfmeter von Diego und eben den Platzverweis von Jan Simak beachtet. Diese Gründe machen es mir nicht leicht, die Leistung des BVB in diesem Pokaljahr hervorzuheben.

Aber, und dieses Aber ist ein sehr großes, aber wer im Finale steht, hat es eben auch verdient. Das haben wir damals alle gesagt, als wir plötzlich, ohne es wirklich zu verstehen, vor dem Fernseher saßen und Deutschland gegen Brasilien um den WM-Pokal spielte. Da haben auch alle gesagt: Was hatten die für ein Glück bei der Auslosung! Das war schon damals und ist auch heute nichts anderes als purer Neid (den ich mir auch eingestehen musste).

Deshalb gratuliere ich dem BVB von Herzen und freue mich auf ein packendes Pokalfinale (am liebsten gegen Wolfsburg, weil es dann für beide nicht nur um den Titel, sondern auch um den Einzug ins internationale Geschäft geht). Wie es ausgehen wird, haben wir bei der WM gesehen. Und die Wölfe hätten es, sollten sie nach dem KSC, Schalke und dem HSV auch noch die Bayern aus dem Wettbewerb werfen, einfach auch mehr verdient…

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So nicht, Thomas

26. November 2007

Es ist wohl ein Wahrnehmungsproblem, dass der folgende Artikel nicht von Herthas nun schon seit vier Spielen anhaltenden Auswärtspleitenserie handelt, sondern von der bedrohlichen Situation bei der Borussia aus Dortmund. Die Angst im Pott ist greifbar und die Situation nach der Pleite in Nürnberg bedrohlich. Für mich kommt das nicht überraschend. Für die Fans der Borussia und alle an diesem Klub Beteiligten offenbar schon. Dabei hätte man schon nach drei oder vier Spieltagen sehen können, dass die Ehe zwischen einem Bundesliga-Klub und Thomas Doll auch im zweiten Anlauf zum Scheitern verurteilt ist.

Doll ist ein Riesenfußballer gewesen, er kann am Ball alles, was ein Maradona auch konnte. An guten Tagen schießt er eine Colabüchse von der Torlatte und es würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere Dortmund-Profi dank Doll ein paar Euros in die Mannschaftskasse zahlen musste, weil er von ihm getunnelt wurde. Doch fußballerische Fähigkeiten alleine reichen nicht aus, um langfristig Erfolg zu haben. Selbst die vom DFB angebotene Trainerausbildung „im Schnelldurchlauf“ für ehemalige Fußball-Profis macht aus einem überragenden Fußballer noch keinen guten Trainer.

Das Problem des ehemaligen DDR-Nationalspielers ist, dass er von seinen Spielern erwartet, so zu denken, wie er es tut und damals tat. Er fordert von seinen Spielern eine heute (leider) nicht mehr zeitgemäße Eigeninitiative und vergisst dabei, ihnen ein System mitzugeben, an das sie sich halten können, wenn es mal nicht läuft. Wo würde der BVB ohne Mladen Petric stehen? Ein Mann, der Tore aus dem Nichts und aus den absurdesten Situationen erzielte und dadurch die eigentlichen Schwächen im Aufbauspiel und in der Organisation verschleierte. Der BVB war nie so gut, wie er vor der Niederlage in Berlin (2:3, zweimal Petric, zuvor drei Spiele ohne Niederlage) gemacht wurde.

In „Zeiglers wunderbarer Welt des Fußballs“ am späten Sonntagabend im WDR rief ein fast schon verzweifelter Dortmund-Fan an und behauptete, die Mannschaft brauche mal jemanden, der sie „richtig motiviert“. Doch genau das braucht diese Mannschaft nicht. Denn wenn jemand motivieren kann, ist es Doll. Allerdings nutzen sich seine Ansprachen bei ausbleibendem Erfolg genauso ab, wie die inhaltsleeren Phrasen nach dem Spiel a la: „Wir werden die Dinge ganz klar ansprechen und ich schrecke auch nicht vor harten Maßnahmen zurück.“ Er zieht sie ja dann doch nicht durch.

Thomas Doll ist noch lange nicht der Trainer, der er sein möchte. Genauso ist Borussia Dortmund noch lange nicht da, wo der Verein sich gerne sehen möchte. Das ist aber leider die einzige Gemeinsamkeit der beiden. Deshalb ist eine zeitnahe Trennung auch das beste. Für beide.

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Heja BVB, Heja BVB…

25. September 2007

Ob ich jetzt auch Dortmund-Fan werde? Definitiv NICHT! Als Kind bin ich bereits als dieser typische Erfolgsfan durch die Gegend gerannt, habe das Trikot von Lars Ricken zu Hause gehabt und natürlich auch einen Schal und eine Fahne um den Hals getragen. Warum? Weil es in Berlin damals keinen Profi-Fußball gab und ich nichts von Hertha wusste. Oder anders: Mir war nicht bewusst, dass es einen Verein wie Hertha in Berlin gibt. Der krebste damals nämlich in der zweiten Liga herum und erst relativ spät, so mit 12 oder 13 war ich das erste Mal im Stadion und von da an Hertha-Fan.

Dortmund-Fans gibt es viele unter meinen Freunden und vor allem die, die, ohne anmaßend sein zu wollen, nicht wirklich Ahnung von Fußball haben, sind es, wenn auch nur unterschwellig und heimlich. Das liegt an der Zeit in der wir aufgewachsen sind. Damals gab es in (ehemals) West-Berlin eigentlich nur zwei Vereine: Bayern oder Dortmund. Und wer danach nicht von Hertha ergriffen wurde, ist halt immer Schwarz-Gelb geblieben.

Das es soweit kam lag natürlich an den Erfolgen der Borussen. Meister, Champions-League-Sieger, Weltpokalsieger. All das mit einer Mannschaft, die ganz im Gegensatz zu den Bayern sympathisch war. Das war toll, das war anders, das war Dortmund. Dann ging Hitzfeld erst ins zweite Glied zurück (wurde Sportdirektor) und schließlich zu den Bayern. Da brauchte man eine Alternative. Und die kam 1997 mit Hertha.

Was ist die Essenz aus dem Ganzen? Dass sich da ein Kreis schließt? Dass ich endlich meine wahre Bestimmung erlange und im Westfalenstadion „Klimowicz Fußballgott“ brülle? Nein und nein. Hertha hat sich eingebrannt, ich bin Herthaner, stolzer Herthaner. Und das werde ich ins Ruhrgebiet, in die Welt hinaustragen. Solln sie doch kommen, die Jungs aus Lüdenscheid…HAHA!!