Archive for the ‘Webfundgrube’ Category

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Ein Zwanziger ist keinen Pfifferling wert

24. November 2008

Was jetzt kommt, hätte hier schon längst stehen müssen. Viel früher. Und dafür hätten viele andere Dinge zurückstehen müssen. Aber ich bin bisher wirklich einfach nicht dazu kommen, meinen eigenen Kommentar zu dieser unglaublichen Geschichte zu schreiben. Das hat sich bisher nicht geändert und wenn ich ehrlich bin, schreibe ich diesen Eintrag hier nur deshalb, weil ich eigentlich ein Referat, mindestens zwei Artikel für die Uni-Zeitung und einen Vortrag über Partizipativen Journalismus vorbereiten müsste. Ich prokastriniere sehr gut.

Aber weil ich weiß, dass die meisten meiner Leser den Fall nicht mitbekommen haben werden, spreche ich heute, statt eines Kommentars, nur eine Leseempfehlung, ach was sag ich, einen Lesebefehl aus. Jens Weinreich, eines meiner – das kann ich ruhig so sagen – Vorbilder, was kritischen Sportjournalismus angeht, wurde von DFB-Präsident Theo Zwanziger verklagt. Weinreich nannte Zwanziger in dem Weblog Direkter Freistoß einen „unglaublichen Demagogen“, weil dieser auf einer Tagung das Kartellamt für den Wettbewerbsnachteil des Deutschen Fußballs zu den europäischen Top-Ligen verantwortlich gemacht hat.

Weinreich hat den gesamten Vorgang inklusive nahezu aller bisher erschienenen Artikel in allen möglichen Medien in seinem Blog dokumentiert. Wenn ihr mal ein paar Stunden Zeit habt oder diese investieren wollt, um mal zu sehen, was es heißt, wenn ein Funktionär „Kommunikationsherrschaft“ anstrebt, dann müsst ihr das einfach lesen. Und wenn nicht, auch!

Wegweiser durch den Lügendschungel

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Da zappeln die Pappeln

19. Oktober 2008

Womit können europäische Ligen ohne großes Fanpotenzial, reiche Konzernbesitzer und Stars heutzutage noch punkten? Die Antwort gibt es heute anhand der österreichischen Tipp3-Bundesliga:

  1. mit vielen Toren (haben sie sich bei der Deutschen Bundesliga abgeguckt)
  2. mit großartigen Kommentatoren (siehe Überschrift) und
  3. mit Carsten Jancker (FUßBALLGOTT!!!)

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Trikotnummern-Rätsel

29. September 2008

Vor nicht allzu langer Zeit gab es (und gibt es ja auch immer noch) eine Debatte, um den Namensschriftzug der deutschen Nationalspieler auf ihren Trikots. Die FIFA hatte angeblich in ihrem Reglement einen Passus stehen, der besagte, dass die für ein Länderspiel gemeldeten Spieler von 1-18 duchnummerierte Trikots erhalten müssten. Im Sportmedienblog ist die Geschichte noch einmal in Gänze nachzulesen.

Heute morgen bei der montäglichen Durchschau des europäischen Fußball-Wochenendes fiel mir dann etwas auf, das mich verwundert hat und auch irgendwie zum Thema passt:

Santa Cruz ohne Rückennummer und Name

Santa Cruz ohne Rückennummer und Name

Hat der Paraguayer in der Pause sein Trikot getauscht und vergessen ein zweites einzupacken?

Oder zeigt sich Santa Cruz solidarisch mit den deutschen Fans und wollte nur mal zeigen, wie es aussehen kann, wenn die Trikots wieder so beflockt werden, wie ganz früher – also gar nicht?

Fest steht: Seine Kollegen hatten sowohl Nummern als auch den Namen auf ihren Trikots.

Kann mir das jemand erklären? Ich habe auf die Schnelle keine plausible Antwort gefunden…

Nachtrag: RealityCheck ist das fast das Gleiche bei Portsmouth – Tottenham aufgefallen, wo David Bentley mit der Rückennummer 50 und ohne Namen aufgelaufen ist – obwohl er eigentlich die 5 trägt (via Kommentar bei allesaussersport).

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Wenn du ihn nicht machst, mach ich ihn eben…

8. September 2008

Rückspiel. Das Hinspiel mit 2:1 gewonnen. Jetzt 1:2 hinten. Alles macht sich für die Verlängerung bereit. Doch da pfeift der Schiedsrichter Elfmeter. Elf Spieler der Mannschaft, die den Elfmeter bekommen hat, denken: „Mach ihn rein, bitte, dann ist das hier vorbei.“ Zehn Spieler der Mannschaft, die den Elfmeter verursacht hat, denken: „Halt ihn, bitte, wir können es in der Verlängerung immer noch schaffen.“ Doch einer denkt bzw. sein Körper will es anscheinend anders…

Falls das Video nicht geht (wie komischerweise bei mir), hier noch ein Link

via: 11Freunde-Flimmerkiste

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Sammal wir arbeiten hier!

24. August 2008

Marcel Reif wird nicht von allen Fußball-Fans geliebt. Ich persönlich höre ihn dagegen sehr gerne, habe aber auch nicht so hohe Ansprüche, wie manch andere. Zumindest unterbleiben bei ihm gravierende Fehler bei der Spieler-Benennung (was aber auch daran liegen kann, dass er immer die Topspiele hat und sich deshalb nicht mit dem Kader von Energie Cottbus oder Arminia Bielefeld auseinandersetzen muss), sein Wortschatz ist nicht mit zu vielen Phrasen überlagert (wenn man mal vom selbstkreierten „Da isses passiert“ absieht) und auch sonst finde ich den Herrn nicht unsympathisch, selbst wenn er manchmal einen arroganten Eindruck macht. Wer wirklich etwas gegen ihn hat, kann bei ebay einen Platz direkt neben ihm ersteigern, um ihm mal so richtig die Meinung zu sagen und natürlich gleichzeitig zu zeigen, wie es besser geht.

Dabei sollte man dann aufpassen, dass man ihm nicht im Bild steht. Denn sonst wird der Herr Reif ungehalten.

Grandios, wie er danach wieder zur Tagesordnung übergeht…

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Boulevard-Sprache II

20. August 2008

Gut, die Taz ist jetzt keine Boulevard-Zeitung, aber die Überschrift ist zu gut, um sie nicht in diese Rubrik zu packen.

Witz-Bolt

Wenn das die Witwe Bolte wüsste...

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Boulevard-Sprache I

15. August 2008

Heute starte ich eine neue Serie, die besonders schöne oder absurde Formulierungen gängiger Boulevard-Zeitungen zeigen soll. Dass ich bei der Premiere dieser Serie auf ein Berliner Exemplar dieser „Zeitungs-Spezies“ zurückgreife, hat keine patriotischen Gründe. Ich hab die Formulierung dort schlichtweg zuerst gefunden. Und finde sie grandios und schlecht zugleich…

auf jmd. oder etw. abpferden

Neues Verb: auf jmd. oder etw. abpferden.

BZ Berlin.