Posts Tagged ‘Dortmund’

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Bib, meine beste Freundin

29. Oktober 2007

Liebe Bib,

vielen Dank, dass du für mich da bist. Ohne dich wäre das, was ich hier grade tue, gar nicht möglich. Du bist mein Tor in die weite Welt da draußen, wenn mir die Kleinstadtwelt in Dortmund mal wieder zu eng wird. Du weißt außerdem eine ganze Menge und hast jederzeit die klügsten Köpfe der Welt zu Gast. Das imponiert mir und es ist ja auch nicht so schlecht, wenn man jederzeit auf einen Aristoteles, Büchner oder Sartre zurückgreifen kann (an alle Schlaumeier: die Auswahl war absolut willkürlich).

Du bist auch immer sehr warm zu mir, was wohl hauptsächlich an deiner tollen Zentralheizung liegt, die es bei dir selbst bei eisiger Kälte und durchtriefenden Regenwetter flauschig warm sein lässt. Wenn man bei dir vorbeikommt, lässt du einen Ruhe oder soll man sagen, die Ruhe ist bei dir zu Hause? Jedenfalls gelingt es mir bei dir jedes Mal vom schnelllebigen Geschäft da draußen abzuschalten und herunterzukommen.

Das wollte ich dir nur mal sagen, liebe Bib. Schade, dass du jeden Tag schon um acht deinen Schlaf brauchst. Aber da der Busfahrer, der von der Uni direkt zu mir nach Hause fährt, ohnehin das letzte Mal bereits um 19.45 Uhr bei dir vorbeifährt, könnte ich ohnehin nicht länger auf einem deiner Stühle sitzen und mit der Welt da draußen kommunizieren. Was wiederum toll ist, ist, dass man deine Gäste mitnehmen kann. Das machen auch sehr viele hier in Dortmund, was oftmals dazu führt, dass der, den man grade so richtig gut gebrauchen könnte, partout nicht aufzufinden ist. So ist es halt bei so vielen Gästen, die du jeden Tag beherbergst.

Im Namen aller die dich so gerne besuchen wie ich, wollte ich nur mal Danke sagen. Danke liebe Bib.

h1

Abschied

7. Oktober 2007

So, das ist wahrscheinlich erstmal für ein paar Tage (Wochen?) der letzte Artikel, da ich mir ein MacBook bestellen werde und der andere Laptop in den Besitz meiner Schwester übergeht. Aber es gibt ja in der Uni Internet (gibt es doch in Dortmund oder?!?!). Also wird das schon irgendwie klappen. Zum Schluss gibt es noch einen kleinen privaten Abschiedsbrief…

Eigentlich kenne ich dich gar nicht richtig,
aber wer tut das schon?
Du hast soviele Ecken, soviele Kanten,
aber auch Rundungen und Kreise.
Du bist dreckig und sauber zugleich,
du bist Heimat für Arm und für Reich.
Aber vor allem bist du Heimat für mich.

Du nahmst mich auf, da war ich klein,
zogst mich aber nicht gleich in deinen Bann.
Ich war skeptisch, was dich angeht,
hatte Angst vor dem was du botst.
Doch mit der Zeit, verfiel ich dir
und allem was ich an dir Liebe.

Trotzdem muss ich dich nun verlassen,
und es fällt mir schwer, bitte glaube mir.
Es ist hart für mich.
Jede, die nach dir kommt, hat es schwer
und seien wir ehrlich:
Keine kann mit dir mithalten.

Ich danke dir für alles.
Eine Träne verlässt mein Auge.
Ich verlasse meine Stadt.

Auf Wiedersehen,

Berlin.

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Heja BVB, Heja BVB…

25. September 2007

Ob ich jetzt auch Dortmund-Fan werde? Definitiv NICHT! Als Kind bin ich bereits als dieser typische Erfolgsfan durch die Gegend gerannt, habe das Trikot von Lars Ricken zu Hause gehabt und natürlich auch einen Schal und eine Fahne um den Hals getragen. Warum? Weil es in Berlin damals keinen Profi-Fußball gab und ich nichts von Hertha wusste. Oder anders: Mir war nicht bewusst, dass es einen Verein wie Hertha in Berlin gibt. Der krebste damals nämlich in der zweiten Liga herum und erst relativ spät, so mit 12 oder 13 war ich das erste Mal im Stadion und von da an Hertha-Fan.

Dortmund-Fans gibt es viele unter meinen Freunden und vor allem die, die, ohne anmaßend sein zu wollen, nicht wirklich Ahnung von Fußball haben, sind es, wenn auch nur unterschwellig und heimlich. Das liegt an der Zeit in der wir aufgewachsen sind. Damals gab es in (ehemals) West-Berlin eigentlich nur zwei Vereine: Bayern oder Dortmund. Und wer danach nicht von Hertha ergriffen wurde, ist halt immer Schwarz-Gelb geblieben.

Das es soweit kam lag natürlich an den Erfolgen der Borussen. Meister, Champions-League-Sieger, Weltpokalsieger. All das mit einer Mannschaft, die ganz im Gegensatz zu den Bayern sympathisch war. Das war toll, das war anders, das war Dortmund. Dann ging Hitzfeld erst ins zweite Glied zurück (wurde Sportdirektor) und schließlich zu den Bayern. Da brauchte man eine Alternative. Und die kam 1997 mit Hertha.

Was ist die Essenz aus dem Ganzen? Dass sich da ein Kreis schließt? Dass ich endlich meine wahre Bestimmung erlange und im Westfalenstadion „Klimowicz Fußballgott“ brülle? Nein und nein. Hertha hat sich eingebrannt, ich bin Herthaner, stolzer Herthaner. Und das werde ich ins Ruhrgebiet, in die Welt hinaustragen. Solln sie doch kommen, die Jungs aus Lüdenscheid…HAHA!!

h1

Dortmund?!?!?

24. September 2007

Tja…im Moment hängt mein Schicksal an einem Dokument, das mir ein Praktikum bei meinem derzeitigen Arbeitgeber bestätigt. Wenn ich diese Bescheinigung bekomme, wird kabinenpredigt.de.vu demnächst aus Dortmund „senden“. Denn dort wurde ich für den Bachelor-Studiengang Journalistik angenommen.

Es ist so gut wie alles geregelt, nur dieser Wisch steht noch zwischen mir – und meinem Glück (?). Das ist momentan wirklich die Frage. Ich verlasse mein gewohntes Umfeld, meine Freunde, meine Familie, alles was ich liebe und mir hier aufgebaut habe. Natürlich bricht das nicht alles weg. Wahre Freunde bleiben, die Familie sowieso. Und ich? Werde ich mich verändern? Natürlich. Aber ist das gut?

Ich bin extrem durcheinander, alles muss so schnell gehen. Die Eingangsfrist meiner Unterlagen läuft nur bis zum 27.09. Genau eine Woche vorher lag die Zulassung im Briefkasten. Was das alles für mich bedeutet, kann ich nicht beschreiben und auch nicht verarbeiten. Noch nicht. Das wird erst in Dortmund passieren. In meinem Zimmer. Und allein.