Posts Tagged ‘Bitburg’

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Wir fahr’n nie mehr nach Bitburg

12. Mai 2009

Wir fühlten uns damals beschissen. Nicht körperlich, denn fit waren wir auch nach dem Viertelfinale gegen Werder Bremen noch. Sondern von Rolf Fuhrmann, dem smarten Premiere-Kommentator. Wer das Ganze nochmal nachlesen möchte, ich habe darüber kurze Zeit später was geschrieben. In kurz: Bei der von Premiere organisierten offiziellen Deutschen Fanmeisterschaft in Bitburg schieden wir durch eine höchst zweifelhafte Entscheidung des besagten Kommentators bereits im Viertelfinale im Elfmeterschießen aus. Doch wer resigniert, verliert und das Leben ging schließlich auch weiter – auch unser fußballerisches. Denn nur ein paar Wochen später hatten wir per Qualifikationsturnier (der „offiziellen Fußball-Fanclub-Meisterschaft der offiziellen Hertha-BSC-Fanclubs„) die Chance, uns erneut für Bitburg qualifizieren. Wir spielten uns den Frust von der Seele und gewannen das Turnier am Ende mit einer BIlanz von 20:0 Toren. Die Freude war groß:

Wir hatten unser Versprechen wahr gemacht, denn nach der Siegerehrung in Bitburg versprachen wir Rolf Fuhrmann, dass wir wiederkommen würden. Ich bin mir nicht sicher, ob er uns geglaubt hat. Das war uns aber auch völlig egal, denn: Wir würden wieder nach Bitburg fahren!

Die Monate zogen ins Land, die Vorbereitungen auf unsere zweite Chance liefen auf Hochtouren (jeder von uns verpflichtete sich zu wöchentlichem Training. Nagut, ich verpflichtete mich…), wir wollten es allen zeigen. Doch je näher das Ende der Bundesliga-Saison rückte, desto nervöser wurden wir, weil immer noch kein Termin feststand und auch keine weiteren Nachrichten seitens Premiere eingingen. Heute, am 12. Mai, war es dann aber soweit:

Der Premiere Fancup 2009 fällt aus. Durch die Umwälzungen beim Pay-TV-Sender ist vermutlich kein Geld mehr für dieses fantastische Turnier da. In der Mail steht zwar etwas davon, dass „wir das Thema hausintern weiterhin im Auge haben und für die nächste Saison wieder platzieren“, der Fanbeauftragte des VfB Stuttgart Ralph Klenk – der die Mail herumgeschickt hat – glaubt allerdings nicht an eine Wiederaufnahme 2010. Ich werfe mal die Verschwörungsmaschine an und stelle in den Raum, dass Rolf Fuhrmann wahrscheinlich Angst davor hatte, dass wir tatsächlich wiedergekommen wären und den Titel geholt hätten.

So bleibt uns nur, den Hertha Cup auch in diesem Jahr wieder zu gewinnen und darauf zu hoffen, dass der „Sky Fancup 2010“ dann doch stattfindet. Damit wir irgendwann zu unserem Recht kommen…

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Aus im Viertelfinale

25. Mai 2008

Spox.com

Ungerecht! Unfair! Sauerei!

Drei Worte, die mir kurz nach unserem Ausscheiden im Viertelfinale der offiziellen Deutschen Fanmeisterschaft, durch den Kopf gingen. Was war passiert?

Nach durchwachsenem Start (und einem für mich persönlich hochgradig bitteren 0:4 gegen Borussia Dortmund) steigerten wir – die Adligen – uns in jedem Spiel und qualifizierten uns nach Erfolgen über Bielefeld (2:0), Schalke 04 (4:2), den Vorjahresfinalisten Fanclub Deutsche Nationalmannschaft (2:0) und den VfB Stuttgart (2:0) für das Viertelfinale. Der BVB wurde übrigens Gruppensieger und scheiterte erst im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Bayern München (der übrigens erstaunlicherweise nicht mit DIESEM Team antrat (und demzufolge auch NICHT wie im Vorjahr bereits im Viertelfinale rausflog), sondern mit einem, ich möchte mal sagen, STARK verjüngten Team, bei dem der ein oder andere demnächst vielleicht von seinem Oberliga-Trainer eine Geldstrafe aufgebrummt bekommt, weil er bei so einem Turnier mitgespielt hat (die er aber ohne Probleme mit der gemunkelten Antrittsprämie von 400 Euro – gerundet – bezahlen kann und noch was übrig hat)…

Wie auch immer, im Viertelfinale wartete Werder Bremen, die den mit zehn Treffern bis dahin erfolgreichsten Torschützen stellten. Gegen uns gelang dem „Mann mit der Nummer Neun“, wie Kommentator Rolf „Rollo“ Fuhrmann immer wieder gerne sagte, aber kein Treffer (was an unserer destruktiven Spielweise natürlich an der geschlossenen Mannschaftsleistung lag!). Leider verhinderte der Bremer Keeper mit einem starken Reflex unseren Siegtreffer, sodass das Spiel ins Neunmeterschießen ging. 

Dort lagen wir schnell im Hintertreffen, was sich bis zum letzten Schützen der Bremer hinziehen sollte, weil es mir einfach nicht gelingen sollte, auch mal in die richtige Ecke zu springen. Beim letzten Schuss gelang es mir aber eben doch, sodass alles wieder von vorne losging. Unser erster Schütze zeigte fragend auf sich, denn er war sich nicht sicher, ob er oder – wie vorher vermutet, vom Schiedsrichter aber mehrfach verneint – einer schießen müsse, der bisher noch nicht am Punkt stand. Nachdem auch noch ein vermeintlicher Vertreter der Turnierleitung ermutigend genickt hatte, trat unser Schütze zum Punkt – und traf. Wir waren so gut wie im Halbfinale, ich musste nur den nächsten Ball halten…

Auftritt Rolf Fuhrmann. Vor dem ersten Spiel mit folgendem – ernst gemeinten – Spruch aufgefallen: „Was wir hier oben erzählen, ist eh unwichtig. Hört bitte auf die Schiedsrichter!“ Der Kommentator hatte den Sachverhalt blitzschnell analysiert und richtigerweise darauf entschieden, dass nun auch ein Bremer noch einmal schießen dürfe, bevor neue, unverbrauchte Schützen ran müssten unglaublicherweise entschieden, dass wir noch einmal schießen müssten. Der Mann müsste die Psychologie von Elfmeterschießen eigentlich kennen und auch die Regel der Tatsachenentscheidung, die der Schiedsrichter mit dem Anpfiff des Elfmeters getroffen hatte. Aber offenbar habe ich mich da in ihm getäuscht.

Es kam wie es kommen musste. Unser neuer, unverbrauchter Schütze verschoss, die Bremer trafen.

Ungerecht. Unfair. Sauerei.

Entschärfter Artikel bei herthabsc.de