Posts Tagged ‘Bayern’

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Bayern und Beckenbauer schuld am Niedergang

20. Juni 2008

Es tut mir wirklich leid, aber aus Zeitmangel und Übermüdung gibt es heute erneut nur einen – dafür aber hochgradig lesenswerten – Link zu einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung. Eine unglaublich präzise Analyse der Entwicklung des deutschen Fußballs von seiner Vormachtstellung in den 70er Jahren zu den Rumpelfüßlern von heute 2000. Und das von einem Spanier. Vielleicht musste es ein Ausländer sein, der die Probleme so offen anspricht. Denn wer will sich hierzulande schon anlegen mit den beiden Hauptgründen für den Niedergang: Franz Beckenbauer und Bayern München…

L    E   S   E  N   !   !   !

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Gratulation an die Bayern

4. Mai 2008

Mit einem 0:0 in Wolfsburg Deutscher Meister zu werden, hat natürlich nicht mal den Hauch von Stil. Trotzdem gibt es von mir die besten Wünsche für den FC Bayern, der im nächsten Jahr hoffentlich die Champions League aufmischt. Damit niemand vergisst, dass die Bayern auch mit Stil den Titel holen können, hier nochmal die legendären „4 Minuten im Mai“. Gänsehaut pur!

(Hier gibts die nicht minder Gänsehaut hervorrufende Langfassung)

Ach ja, Real Madrid hat es am Sonntagabend besser gemacht. Nach dem 0:1-Rückstand sieben Minuten vor Schluss in Osasuna, drehten Robben und Higuain das Spiel kurz vor Schluss noch und machten Real so vorzeitig zum spanischen Meister. SO geht das!

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Nicht mehr weiter

1. Mai 2008

Halbfinale. Europapokal. Die Bayern. Mit Kahn im Tor. Die Schüsse fliegen dem TItan um die Ohren, doch nie daran vorbei. Der Gegner der Bayern verzweifelt am besten Torwart der Welt. Der Deutsche Rekordmeister zieht ins Finale ein und gewinnt den Pokal. Sieben Jahre ist es her, als Oliver Kahn die Königlichen von Real Madrid mit einer überragenden Leistung im Hinspiel im Bernabeu aus dem Wettbewerb warf. Im Rückspiel waren die Helden andere. Doch Kahn hatte den Grundstein gelegt.

Im Jahr 2008 ist dieser Oliver Kahn nicht mehr zu sehen. Die Unhaltbaren, das sind nicht mehr die des 38-Jährigen. Er ist deshalb noch lange kein schlechter Torwart, doch früher konnte der FC Bayern schlechte Spiele machen und trotzdem mit 1:0 als Sieger vom Platz gehen. Früher, als Oliver Kahn noch hungrig war.

Eigentlich hatte man erwartet, dass nach diesem immer noch unglaublichen 3:3 in Getafe nichts mehr anbrennen und die Bayern mit drei geschlossenen Mannschaftsleistungen (incl. ein, zwei Kunststückchen von FrOnck Ribery und drei, vier Müller-Toren von Luca Toni) den Uefa-Pokal gewinnen und Kahn so einen Abschied auf großer Bühne schenken würden. Und dann verliert die Mannschaft in St. Petersburg, ohne sich überhaupt zu wehren, mit 0:4.

Bei großen Mannschaften wird ja oftmals von dieser berühmten Initialzündung gesprochen, die die Spieler so zusammenschweißt, dass sie alle Krisen überstehen. Die Bayern hatten diesen Moment: in der 120. Minute in Getafe – allerdings am Ende einer bereits langen Saison. Deshalb hatte diese Situation auch eine andere Wirkung, nicht nur auf die Mannschaft, sondern vor allem auf Oliver Kahn.

Kahn lebt für diese Momente, in denen er zeigen kann, dass seine Maxime: „Immer weitermachen, niemals aufgeben“ nach wie vor Gültigkeit hat und man (die Bayern) mit purem Wille alles erreichen kann. 2001 hatte er diesen Moment kurz vor dem Champions League Finale, als seine Mannschaft in den berühmten „4 Minuten im Mai“ doch noch Deutscher Meister wurde. 2008 kam dieser Moment in Getafe. Doch auch Kahn muss nun, nach dem 0:4 in St. Petersburg einsehen, dass es eben nicht immer nur darum geht, „immer alles zu geben“. Jedenfalls nicht, wenn der Gegner mal richtig gut Fußball spielt und die Schwächen des deutschen Rekordmeisters gnadenlos entblößt. In der Bundesliga war das in dieser Saison noch nicht einmal der Fall.

Kahn kann sich von einer guten Bundesligasaison nichts mehr kaufen, vielleicht hätte er sogar den DFB-Pokal für ein Europapokalfinale im „Theatre of Dreams“, dem Finalstadion in Manchester, hergegeben. Selbst wenn es dabei „nur“ um den Uefa Cup gegangen wäre. Es wäre „sein Spiel“ gewesen. Sein Abend. 

Nun tritt er von der europäischen Bühne ab. Als Uefa Cup-, Champions League- und Weltpokalsieger, als mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger. Kahn könnte zufrieden sein und doch wird ihn dieses so unglamouröse Ende wurmen. Wieder – das zweite Mal nach der Degradierung zur Nummer 2 in der Nationalmannschaft, muss er eine Karriere beenden, ohne ein letztes großes Spiel mit einem Titel krönen zu können. Nach dem Spiel in St. Petersburg hat Kahn in die Kameras gefragt: „Soll ich mich jetzt umbringen?“ Das soll er natürlich nicht, aber es zeigt wie es in ihm aussieht. 

Die Zeit bleibt eben leider auch nicht für Oliver Kahn stehen, der jetzt, nach diesem unbefriedigendem Ende sicher gerne doch noch ein Jahr dranhängen würde. Die Zeit spricht gegen Oliver Kahn. Sie läuft….immer weiter.

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Weil Gott es so wollte

11. April 2008

Ein Interview mit „einem“ Oliver Kahn direkt nach Spiel ist immer etwas Besonderes. Man kann sich den mittlerweile 38 Jahre alten Torhüter bildhaft vorstellen, wie er hinter der Kamera einen Punkt sucht, zu dem er im Laufe des „After-Match-Gesprächs“ immer wieder zurückblicken wird, nur damit er dem im Vergleich zu Kahn minderwertigen Reporter nicht in die Augen blicken muss. Dann beginnt er zu reden, drischt Phrasen, sagt viel und doch wenig und irgendwann kommt dann halt doch mal ein Satz, der Kahn prägt: „Man muss immer weitermachen, und darf niemals aufgeben.“ Als er diesen Spruch sagte, der Kahns Mentalität besser beschreibt, als jedes doppelseitige Porträt, hatten die Bayern gerade in der vierten Minute der Nachspielzeit die (von Kahn natürlich nie) verloren geglaubte Meisterschaft gewonnen. Sieben Jahre ist das nun schon her.

Die Jahre haben dem Titan zugesetzt. Er ist gelassener geworden. Die Tage vom beißenden Affen, der seinen Käfig mit allen Mitteln vor Eindringlingen beschützt, sind vorbei. In den letzten Wochen wurden die Stimmen lauter, die das Saisonende herbeisehnten, damit Kahn endlich in Rente gehen könne. Einen wirklich unhaltbaren Ball in „Kahn-Manier“, hat der 38-Jährige auch schon länger nicht mehr gehalten. So etwas zermürbt und hat wohl auch dazu beigetragen, dass der gleiche Oliver Kahn der vor sieben Jahren die „Niemals-Aufgeben“-Mentalität ins Leben gerufen hat und damit vielen Vorbildern den Glauben an die Erlösung – auch wenn ein Spiel eigentlich schon verloren scheint – zurückgegeben hat, vor dem Viertelfinal-Rückspiel im Uefa Cup beim FC Getafe im Hinblick auf das drohende Ende seiner Europapokal-Karriere folgenden Satz gesagt hat: „Wenn es vorbei ist, dann ist es eben vorbei.“

Am Abend dann, es war in Fußball-Deutschland kurz vor 23 Uhr, war es vorbei. Und das obwohl der FC Bayern sich gerade mit einem „Last-Minute“-Tor in die Verlängerung gerettet hatte. Dabei sah es nur fünf Minuten nach Spielbeginn nicht danach aus, als würde der Deutsche Rekordmeister diese benötigen. Nach der höchst zweifelhaften Roten Karte für Getafes de la Red hatte die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld 85 Minuten Zeit, den dezimierten Gegner aus dem Wettbewerb zu werfen. Ein Tor hätte dafür gereicht, wenn Kahn auf der anderen Seite keines kassiert hätte. Doch genau das geschah kurz vor der Halbzeitpause, als Contra die Verteidiger Lahm und Demicheles wie Fahnenstangen stehen ließ und den Ball über den Bayern-Keeper hinweg – unhaltbar – ins obere rechte Toreck schoss. Aber selbst dieses Tor verwehte den Glauben an die Bayern in den deutschen Wohnzimmern nicht. Warum auch? Es war immer noch eine komplette Spielhälfte Zeit, selbst für zwei Tore, mit der sie sich die Verlängerung erspart hätten.

Doch mit zunehmender Spieldauer sank dieser Glauben an die Stärke des – das war nach dem Ausscheiden von Schalke am Tag und dem von Leverkusen wenige Stunden zuvor bereits klar – letzten deutschen Vertreter im Europapokal. Der FC Bayern fand keine Mittel gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Madrider Vorstadt-Kämpfer, die bereits zehn Minuten vor Spielende mit den ersten Krämpfen behandelt werden mussten. Wirklich mitfiebern konnte man zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr, denn es gab keinen Anlass zu glauben, dass der Ball den Weg wenigstens einmal ins Getafer Tor finden würde. Die Bayern hatten schlichtweg keine Chancen. Immer wieder wurde der Ball hoch auf Luca Toni gespielt- ein aufgrund von Tonis Kopfballstärke durchaus probates Mittel – doch von dort fand er nie einen zweiten Bayern. Das änderte sich auch nicht, doch weil der Ball eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit von Toni zu einem Getafer Abwehrspieler flog und dieser nichts anderes damit anzufangen wusste, als ihn vor die Füße von Bayerns Ribéry zu köpfen, gab es dann doch noch Verlängerung.

Was dann passierte, war im wahrsten Sinne des Wortes unfassbar. Die Getafer, nicht nur physisch, sondern durch den späten Ausgleich auch psychisch angeschlagen, schlugen mit einer derartigen Wucht zurück, dass die Münchener, bevor sie überhaupt wussten, wie ihnen geschah, durch Tore von Casquero und Braulio mit 1:3 ins Hintertreffen gerieten. Es war vorbei, die Bayern waren so gut wie raus und es wäre wohl dabei geblieben, wenn Kahns Gegenüber, der Argentinier Abbondanzieri, nicht fünf Minuten vor Ende der Verlängerung einen Blackout gehabt hätte, der Toni das 3:2 ermöglichte. Es war ein Geschenk, dass einen alten, längst verloren geglaubten Instinkt der Bayern wieder aufweckte. Spätestens als Oliver Kahn in der vermeintlich letzten Minute seiner Europapokal-Karriere in die gegnerische Hälfte stürmte, um die Fortsetzung zu erzwingen, war auch dem letzten Bayern klar, dass an diesem Abend noch etwas möglich war.

Der Rest geschah in Zeitlupe. Kahn gewinnt ein Kopfballduell nicht, verliert es aber auch nicht. Der Ball landet bei Sosa. Die Flanke kommt in den Strafraum. Toni köpft. Der Ball landet im Tor. Bayern ist weiter.

Oliver Kahn ist nach dem Spiel nicht der phrasenschmetternde Fußballspieler, der noch 2001 vor die Kameras trat. Er ist auskunftfreudig, freundlich und sagt Dinge wie: „Wir sind heute weitergekommen, weil Gott es so wollte.“ Er, der gottgleiche Kahn, spricht von gottgewolltem Erfolg, obwohl er selbst doch am besten wissen müsste, dass dieser Sieg damit nichts zu tun hat. Es war das einfach nötige Quäntchen Glück und vor allem der unbedingte Überlebenswillen eines Oliver Kahns, der die Bayern ins Halbfinale brachte. In dem Moment, in dem der Kopfball von Toni die Torlinie überschritt, wurde nicht nur Kahns unbedingter Siegeswille wieder-, sondern auch eine neue Mannschaft geboren, die in dieser Saison kaum noch zu schlagen sein wird. Denn sie weiß nun, dass da hinten zwischen den Pfosten jemand steht, der, selbst wenn es aussichtslos erscheint, die Aura der Unbesiegbarkeit nie wirklich abgelegt hat. Sie hat geschlafen und ist durch dieses Schlüsselereignis wieder erwacht. Schade, dass Oliver Kahn nach dieser Saison aufhören wird. Denn mit Kahn geht eine Magie, die ständig über dem Stadion hängt, wenn er darin spielt:

Niemals aufgeben, immer weitermachen…

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Klinsmann 2.0

12. Januar 2008

Nicht Hiddink, nicht Lippi und auch nicht Mourinho. Der Nachfolger von Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld ist ein alter bekannter Unbekannter. Bekannt in der ganzen Welt als Autor des Sommermärchens der deutschen Nationalmannschaft. Unbekannt in der Welt des Vereinsfußballs. Jürgen Klinsmann ist eine gefährliche Lösung des Trainerproblems beim deutschen Rekordmeister. Er kostet dem Vernehmen nach nicht nur unglaublich viel Geld – im Gespräch sind 8 (in Worten: acht) Millionen Euro pro Jahr – und bringt viele zusätzliche Leute mit, die ebenfalls nicht kostenlos arbeiten werden. Er wird beim Rekordmeister auch viele althergebrachte Traditionen brechen. Und das mag man in Bayern – traditionell – gar nicht.

Wenn man die Führungspersonen aus München hört, könnte man denken, dass sie genau das gesucht haben. Jemanden, der den Laden mal so richtig aufräumt und damit genausoviel Erfolg hat, wie bei der Nationalmannschaft. Leider haben sie in München nicht genau hingeschaut, denn Klinsmann wurde mit der Nationalmannschaft bei der WM „nur“ Dritter. Das kann er sich in München ab sofort nicht mehr leisten. Genauso wenig diesen Umgangston, mit dem er seine Mannschaft zu motivieren gedachte. Man stelle sich vor: Champions League Viertelfinale. Bayern gegen den AC Mailand. Nach einem 0:0 im Hinspiel bereitet Klinsi seine Bayern auf das Rückspiel mit einer Ansprache vor, die nicht allen gefällt…“Wir haben ein Ziel und das lassen wir uns nicht nehmen…schon gar nicht von diesen Scheiß-Italienern.“ Daraufhin kündigt Luca Toni genauso seinen Vertrag, wie es Franck Ribery und Willy Sagnol nach dem Weiterkommen im Achtelfinale gegen Olympique Marseille getan haben. Im Finale unterliegen die Bayern dann dem FC Porto, die mit dem neuen alten Coach Jose Mourinho erfolgreich sind.

Das sind natürlich alles Spielereien und Klinsmann wird seine Form der Ansprache finden, die keine Nationen herunterbuttert. Die Frage wird trotzdem sein, wie es Klinsmann schafft, diese mit starken Persönlichkeiten gespickte Mannschaft zu einer Gemeinschaft zu machen und sie dazu zu bringen, seine Methoden mitzumachen und auch zu tragen, wenn es mal nicht läuft. Wenn ein Edeltechniker wie eben Ribery zum 100sten Mal ans Deuser-Band muss um seinen Antritt noch schneller und dynamischer zu machen, wie es der amerikanische Spezialist ihm befiehlt. Klinsmann muss sich entwickeln. Von Version 1.0, die für die Nationalmannschaft genau das richtige war, zur Version 2.0: Der Bundesliga-Version.

Die deutschen Nationalspieler in Diensten der Bayern werden die Neuverpflichtung indes mit einem siegesgewissen Lächeln aufgenommen haben. Poldi, Schweini und Lahm werden nun nicht nur in der Nationalmannschaft überragende Leistungen bringen, sondern auch im Verein. Wenn das System Klinsmann auch auf Vereinsniveau funktioniert, wäre das übrigens der Tod für die Herren Neururer, Funkel und Co., die „diese Methoden“ im Vorfeld der WM kritisierten und sich vor allem bockig wegdrehten, als es hieß, sie würden altmodisch trainieren.

Jürgen Klinsmann wird die Bundesliga auf alle Fälle bereichern. Ich persönlich hätte trotzdem lieber Mourinho gesehen…

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Uli räumt auf

14. November 2007

Leider hab ich dieses tolle Plugin zum Einbau von YouTube-Videos noch nicht installiert, deshalb müsst ihr für Uli Hoeneß`Wutrede auf den Link klicken…

Großer Sport…

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Bayern enttäuschen

27. September 2007

Man könnte natürlich darüber reden, dass Miroslav Klose nach sieben Spieltagen acht Tore geschossen hat. Obwohl man beim Nationalspieler auch noch hinzufügen muss, dass er nur sechs Spiele gemacht hat, weil er am dritten Spieltag gegen Hannover verletzt fehlte. Man könnte auch darüber reden, dass sein Sturmkollege Luca Toni bei der gleichen Anzahl von Spielen (er setzte am vierten Spieltag gegen den HSV aus) „nur“ fünf Treffer erzielt hat. Man könnte darüber diskutieren, welchen Anteil am Erfolg der Bayern der französische Neuzugang Franck Ribery hat, der die Liga mit Kabinettstückchen verzückt. Wie gesagt, man könnte.

Man könnte durchaus auch darüber sprechen, ob es nicht eigentlich der brasilianische Neuzugang Zé Roberto ist, der das Bayernspiel lenkt und so effektiv ist, wie noch nie in seiner gesamten Karriere. So stark war der Linksfuß weder bei Bayer Leverkusen, noch während seines ersten Engagements in München. Vielleicht könnte man auch fragen, ob Oliver Kahn diese letzte Saison überhaupt noch im Tor stehen muss und ob er nicht stattdessen lieber schon jetzt und zwar dauerhaft nach Asien gehen sollte, um junge Torhüter-Talente zu finden und auszubilden. Denn dann hätte Kahns Nachfolger Michael Rensing seine Feuerprobe nicht gleich in der Champions League, sondern erst einmal im Uefa Cup, wo ein Fehler nicht gleich ein Ausscheiden und wenn doch, wenigstens keine -zig Millionen Euro kosten würde.

Man könnte auch die Frage stellen, ob es an Ottmar Hitzfeld liegt, dass die Bayern in dieser Saison in einer nie dagewesenen Dominanz und mit einer für die Bayern fast schon untypisch unarroganten Leichtigkeit auftreten. Wäre es unter Magath genauso gekommen? All diese Fragen und noch viel mehr, die die Leistungsstärke der Bayern betreffen, könnte man stellen. Man könnte, wie gesagt.

Doch ich tue das nicht. Ich frage bloß, warum die Bayern gegen Cottbus nicht einfach ein Tor mehr geschossen haben. Denn bei einem Einsatz von drei Euro und der Wette auf ein 6:0 der Münchener gegen Cottbus hätte ich mal eben ein Semester Studiengebühren gespart. Hätte, wie gesagt…