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Meister-Songs

11. März 2009

Inspiriert von diesem Artikel (beim Durchlesen des Songtextes bekam ich – das gestehe ich als Gelegenheits-Hörer von „Ich und Ich“ ein – eine Mordsgänsehaut) und dem sich aktuell durch das Internet ausbreitenden Atzenmusik-Song, habe ich mich mal hingesetzt und ein paar Texte von Berliner Bands in eine ähnliche Richtung gedreht. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere Künstler ja dazu ermuntert, sowas für uns „junge“ Fans mal zu schreiben, sodass wir im Stadion nicht zu Opern-Klängen schunkeln müssen, wenn Hertha wirklich Meister werden sollte.

1) Peter Fox – Blau und Weiß (zum Refrain von „Schwarz zu blau“)

Aufwachen Berlin! Wir holn die Meisterschaft!

Bald ist es soweit…

Ganz Deutschland wundert sich, aber Hertha steht bereit.

Es wird für euch wohl das beste sein, ihr schickt die Schale, wir sind heiß.

Während Berlin seine Farben ändert, langsam zu blau und weiß.

2) Die Ärzte – Hertha ist Meister (zum ersten Teil incl. Refrain von „Männer sind Schweine“)

Hallo Deutschland,
ihr liebt uns nicht, weil wir jetzt hier die besten sind,
die andern Teams stehn unter uns,
bewundern unsere Fußballkunst.

Wir sind so anders, ganz speziell,
und spielen für euch viel zu schnell,
Favre hats uns eingeimpft,
wir sind der neue Wirbelwind.

Gleich pfeift der Schiri,
dann ist es geschafft, Hertha holt die Deutsche Meisterschaft.

Hertha ist Meister, glaubt es oder lasst es sein,
Berlin ist total begeistert,
wir können stolz auf unsre Mannschaft sein.

3) Mia – Unsre Hauptstadt ist blau-weiß (zum ersten Teil incl. Refrain von „Tanz der Moleküle“)

Ich spiele hier, weil ich hier hingehör, von Kopf bis Fuß bin ich Berlin,

du bist Herthaner, wenn du uns Treue schwörst, zwischen all den Söldnern dieser Welt,

Spiel mich an, mit dem Ball, der dieses Spiel zu unserm Spiel macht,

Spiel ihn her, mit Gefühl, du schießt ihn rein und es kracht.

Uhuhuuuu Uhuhuhuuuuu
Meisterschaft!
Uhuhu…
Und unsre Hauptstadt ist blau-weiß!!!

4) Ohrbooten – An die Berliner (zum ersten Teil von „An alle Ladies„)

Ick muss gestehen, Hertha kieck ick gerne an.
Mir die anschaun, ey, dit könnt ick stundenlang.
Ins Stadion geh ick gerne imma wieda,
Fürs Überleben brauch ick Fans und deren Lieder,

Ick find dit toll, wie Hertha dit jemacht hat, ey, dit is Favres allerbeste Machart,
von wegen langsam, wir spieln schnell, und feiern jetzt die Meisterschaft, draußen wirds schon hell.

Hey, dieses Lied, geht an die Berliner, dies so gibt, Meister sind jetzt wir, die Party geht jetzt hier, wir rasten aus und gehn nich mehr nach Haus.

5) Die Ärzte – Hurra (zum ersten Teil von „Hurra„)

Weißt du noch, wie’s früher war?
Früher war alles schlecht
Berlin war grau, die Mannschaft mies
und Fußball furchtbar ungerecht
Doch dann, dann kam ein Schweizer –
und Hertha wurd Deutscher Meister!!!

Hipp, hipp, hurra!
Alles ist super, alles ist wunderbar

Hipp, hipp, hurra!
Hertha ist besser, als sies jemals war.

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9 Kommentare

  1. Ich bin ganz eindeutig für Peter Fox! Die Idee kam mir nach dem ersten Hören auch gleich. Die anderen Vorschläge sind jedoch auch nicht zu verachten. Gute Arbeit!


  2. Fein gemacht. Peter Fox ist natürlich erste Wahl. Schon vor jahren hat Christian Ulmen vorgeschlagen, dass Seed eine Hymne macht. Ich denke sowas muss einfach von Fanseite aus wachsen (wie bei Frauenarzt). Wenn du am Samstag zu den Harlekins runtergehst und dem Capo das Peter Fox Lied in die Ohren flüsterst, wirds vielleicht was.
    Umgekehrt kommt da einfach zu häufig etwas raus, dass von den Fans aufgrund des semi-guten Textes nicht gesungen wird. Beispiel Ben – wir stehn auf. 🙂


  3. Achja zu Ben noch ein Satz: Ein schreckliches Selbstmidleislied!


  4. Also ich finde die Version von Mia am passendsten. Und dass, obwohl ich weder besonders fußball- noch Hertha-interessiert bin. Nein, ich glaube, der Text ist einprägsam und betont nochmal das „Ick-bin-ein-Berliner“-Gefühl (was wäre Fußball ohne Lokalpatriotismus?).

    Soweit, so gut. Aber an 2 Stellen würde ich es noch korrigieren, damit es eine Art familienfreundliche und damit offizielle Hymne werden könnte: „Söldner“ passt nicht, klingt zu martialisch. Und „Spiel ihn her, mit Gefühl, du schießt ihn rein und es kracht“ würde ich ändern in „Spiel ihn her, mit Gefühl, der Ball geht rein, die Sonne lacht!“

    So, und jetzt stell dir mal vor, dass 30 000 (oder wieviele auch immer in euer Stadion passen) Fans, darunter Familien, diese Zeilen an einem warmen Samstagnachmittag nach dem gewonnenen Spiel singen:

    „Ich spiele hier, weil ich hier hingehör, von Kopf bis Fuß bin ich Berlin,

    du bist Herthaner, wenn du uns Treue schwörst, zwischen all den +++++++ dieser Welt,

    Spiel mich an, mit dem Ball, der dieses Spiel zu unserm Spiel macht,

    Spiel ihn her, mit Gefühl, der Ball geht rein, die Sonne lacht!!!!!!!!!!!

    Uhuhuuuu Uhuhuhuuuuu
    Meisterschaft!
    Uhuhu…
    Und unsre Hauptstadt ist blau-weiß!!!“

    Da würde selbst ich zum Hertha-Fan werden!

    (Achja, und falls jetzt findige Produzenten diesen Text aus deinem Blog kopieren und ihn für Mias „Hertha2009-RMX“ verwenden sollten: die Text-Tantiemen teilen wir uns brav, gell, Herr Otto!!! : )


  5. […] wir, dass sich vielleicht auch noch andere Künstler für Hertha erwärmen können (und nicht Harald Juhnke exhumiert werden […]


  6. Sehr kreativ, mal sehen ob was draus wird!

    Am besten gefällt mir Peter Fox und Die Ärzte.


  7. Deine Abwandlung von Hurra ist mein persönlicher Favorit *vor sich hin sing*


  8. Echt gut gemacht. Die betreffenden Künstler täten gut daran sich das auch mal genauer anzugucken …


  9. […] BSC – “Weiße Rosen aus Spreeathen”: Nachdem die Kabinenpredigt nun schon einige gute Vorschläge für den Meistersong unterbreitet hat, ermöglicht die […]



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