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Ein Gespräch mit mir selbst

23. September 2008

Ich: Und, bist du nervös?

Ich: Nervös? Ich? Wieso?

Ich: Naja, am Mittwoch sollst du ein Fußball-Spiel live kommentieren.

Ich: Ach das…ist doch nichts Besonderes. Ein Fußball-Spiel, hab ich schon viele von gesehen, kenn ich mich mit aus. Das wird toll.

Ich: Bist du dir sicher? Du hast sowas noch nie gemacht.

Ich: Das stimmt. Das….stimmt. Ähm…ok, ich bin höllisch nervös.

Ich: Wie äußert sich das?

Ich: Naja, vor knapp zwei Wochen wurde mir das angeboten und ich war erst skeptisch und hatte – nachdem ich dann doch zugesagt hatte – seitdem eine ungeheure Vorfreude darauf. Allerdings stand das vor einer Woche noch nicht zu 100% fest. Und als heute der Anruf kam, dass ich morgen tatsächlich im Signal-Iduna-Park (irgendwo in der Nähe von den beiden) sitzen soll und das Pokalspiel von Hertha gegen Dortmund für den Internet-Audiostream von herthabsc.de zusammen mit einem Kollegen von hertha-inside.de kommentieren soll…

Ich: …da ging dir der Arsch auf Grundeis?

Ich: …äh…ja.

Ich: Du glaubst aber schon, dass du das kannst oder?

Ich: Ja, also ich glaube da natürlich dran. Das ist eigentlich genau mein Ding, ich freu mich richtig drauf. Aber ich weiß auch, wie es das letzte Mal war, als ich vor eine im Vergleich zu morgen kleinen Menge von Leuten sprechen musste…

Ich: Der Abschlussball?

Ich: Der Abschlussball. 10. Klasse, alle waren da und furchtbar schick angezogen. Eltern, Geschwister, Lehrer, Schüler. Alle da. Und ich sollte die Abschlussrede halten. Ich tat es auch. Aber jemand musste das Blatt mit meinen Notizen festhalten, weil ich so gezittert hab. Meine Stimme war auch nicht die sicherste…

Ich: Aber das ist jetzt…moment…schon wieder sieben Jahre her!

Ich: Wow, das stimmt. Aber was, wenn die Stimme morgen wieder flattert?

Ich: Hat sie denn bei der Abirede geflattert?

Ich: Achja, die Abirede war ja danach auch noch dran. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern.

Ich: Dann war es wohl nicht so schlimm…also wirst du morgen das Internet rocken und einen guten Job machen! Auch wenn man Abirede und Live-Kommentar nicht miteinander vergleichen kann…

Ich: Ich schätze schon. Dass man es nicht vergleichen kann, stimmt schon. Aber ich glaube, dass ich recht sicher bin, wenn ich über Dinge rede, bei denen ich mich auskenne. Und das ist morgen der Fall.

Ich: Na dann, viel Erfolg!

Mittwoch, 19.00 Uhr. DFB-Pokal, 2. Runde. Borussia Dortmund – Hertha BSC. Live-Audiostream auf herthabsc.de. Kommentatoren: Marco Wurzbacher und Daniel Otto.

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5 Kommentare

  1. Hey Daniel, natürlich kannst du das und es wird gut. Und wenn doch die Stimme ein bisschen zittern sollte, stirbt ja wohl keiner daran. Ein bisschen Daumendrücken schadet aber auch nicht, deshalb werde ich das mal fleißig tun.
    Alles Liebe,
    Astrid


  2. Danke schön 🙂


  3. Hallo Großer!
    Hab einfach Vertrauen in Dich selbst, schon als kleiner Piefke hast Du für uns Live-Kommentare gesprochen und die waren damals schon klasse. Jetzt hast Du inzwischen einige Übung durch die Pod-Casts. Also was soll Dich schrecken. Du kennst Dich aus und Du lebst den Fußball! Du machst das sicher toll!

    Und damit das auch ganz bestimmt klappt, drücke ich Dir auch, wie schon gesagt, ganz fest die Daumen!


  4. Aufregung ist wichtig! Einfach fließen lassen. Und besser als der Weißbier-Waldi bist du alle mal.

    rock on!


  5. ist doch schön, eine niederlage des frösche-vereins zu kommentieren



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