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Bye, bye, Malik

12. März 2008

Schon komisch, dass weder kicker.de, noch Sport1 den sofortigen Wechsel von Malik Fathi zu Spartak Moskau bisher vermeldet haben. Denn etwas Besonderes ist das auf jeden Fall. Fathi war bisher unter Lucien Favre unumstrittener Stammspieler, machte 22 von 23 Saisonspielen und fiel bis auf seine bisweilen behäbige Spielweise nicht wirklich negativ auf. Außerdem verlängerte er seinen Vertrag vor nicht einmal einer Woche bis 2009. Trotzdem wechselt er nun nach Russland. Da stellt sich mir doch schnell die Frage nach dem Warum.

Antwort 1: Das liebe Geld. Die Russen sollen unbestätigten Gerüchten zufolge ganze vier Millionen Euro für Fathi bezahlt haben. Das ist eine Menge Geld für einen Verein, der immer noch mit 30 Millionen in den Miesen hängt und trotzdem große Ambitionen hat.

Antwort 2: Die Perspektive. Fathi, der auch mal solche Ambitionen hatte und sogar zweimal Nationalmannschafts-Luft schnuppern durfte, kann aller Voraussicht nach nun Champions League spielen. Ob er, der sogar im Berliner Winter mit Handschuhen gespielt hat, dabei an die „kühlen“ Temperaturen in Russland gedacht, wage ich mal zu bezweifeln.

Antwort 3: Die mangelnde Perspektive. In Berlin hatte Fathi, dass war zu vermuten, keine Zukunft mehr. Ähnlich wie Sofian Chahed ist Fathi eigentlich nicht der Typ Spieler, den Favre favorisiert. „Polyvalenz“ hat man dem 24-Jährigen nämlich noch nie nachgesagt. Dazu passt die Verpflichtung des auch nicht gerade polyvalenten, aber im Gegensatz zu Fathi noch nicht fertigen Mark Stein von Hansa Rostock zur neuen Saison. Und Manager Hoeneß wies auch nochmal auf Pascal Bieler hin.

Antwort 4: Das liebe Geld II. Natürlich wird Fathi in Russland eine Stange Geld kassieren. Ich gehe davon aus, dass es fast doppelt soviel sein wird, wie in Berlin. Wenn nicht, ist er selber schuld.

Trotzdem verliert Hertha damit einen grundvernünftigen Spieler, der sich immer, auch in den schlechtesten Zeiten für den Verein eingesetzt hat und alles dafür gegeben hat, dass er nach außen hin gut dasteht. Ich wünsche ihm in Russland alles Gute und freue mich schon auf die Champions League-Partien zwischen Hertha und Spartak…in zwei bis drei Jahren 😉

Update: Der Kicker hat nachgezogen.

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