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Ein paar Notizen zum langen Uefa-Cup-Abend

21. Februar 2008

1. Warum haben wir nicht früher dran gedacht, unsere Punkte einfach im vermeintlich leichteren Uefa-Cup zu holen? Dann hätte es die Debatte um den möglichen Verlust des dritten Champions-League-Platzes gar nicht gegeben.

2. Vielleicht sollten wir überlegen, jetzt wo der Herr Rummenigge so ein hohes Tier bei der ECA ist, ob wir nicht auch mal eine Regeländerung einführen sollten. Ich wäre dafür, bei einem Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied einen Extra-Punkt in der Uefa-Rangliste zu vergeben. Dann hätten wir die Italiener bald…

3. Ist jemandem aufgefallen, ab welchem Zeitpunkt Lukas Podolski plötzlich aufgeblüht ist? Genau, als Luca Toni vom Feld ging und „Poldi“ mit seinem „Ziehvater“ Miroslav Klose zusammen spielen durfte. Das erste Tor des ehemaligen Kölners bereitete Klose mit einem Schuss vor, den der gegnerische Keeper nur abklatsche konnte. Das zweite (per Kopf, das kann er also auch) von Kumpel Bastian Schweinsteiger. Das macht doch schon wieder Lust auf die EM.

4. Eigentlich sollte hier stehen: „Thomas von Heesen in allen Ehren, aber dieser Nürnberger Sieg gegen Benfica Lissabon gehört noch Hans Meyer. Und macht Mut für den Abstiegskampf.“ Dann geschah Punkt 7.

5. Wenn 35.000 Fans in Hamburg „trotz des deutlichen Ausgangs im Hinspiel“ (O-Ton DSF) viel sind, dann müssen wir uns in Berlin ja keine Sorgen mehr machen, wenn wir irgendwann mal wieder im Uefa-Cup nur 20.000 Zuschauer haben.

6. Ich weiß noch nicht, wie das Spiel ausgegangen ist, aber die Bremer Auswärtspartie in Braga als „Pflichtaufgabe“ (stand heute in der Süddeutschen, ist aber glaube ich von der dpa übernommen) zu bezeichnen, finde ich etwas überheblich. Klar, das 3:0 im Hinspiel war vom Ergebnis her deutlich, aber das Spiel selbst sagte etwas ganz anderes aus (Wiese hielt ja nicht nur die beiden Elfmeter). Natürlich muss eine Mannschaft, die Deutscher Meister werden will, so einen Vorsprung selbst Auswärts über die Zeit bringen. Da die Bremer ohne Diego bisher eher wenig gerissen haben (ich erinnere hier gerne an die DFB-Pokal-Pleite in Dortmund), sollten sie sich auf keinen Fall zu sicher fühlen. Aber Thomas Schaaf ist ja auch kein Journalist und wird das seinen Spielern schon beigebracht haben.

7. Der Kollege vom ZDF, der grad eben (87. Minute) meinte, dass die Abwehrspieler von Benfica den Namen Charisteas „ihr Leben lang nicht vergessen werden“, dem muss man einerseits sagen, dass die bei einem etwaigen Ausscheiden natürlich nicht in eine Dekaden andauernde Depression verfallen würden. Und andererseits wird denen der Name des Schützen des Nürnberger Führungstores gleich sowas von egal sein. Denn eben (89. Minute) fiel das 2:1 für Benfica….das Aus für den Club. So ungerecht kann Fußball sein (die Phrase des Tages).

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