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Gebt ihm das Geld

11. Februar 2008

Neun Tore stehen auf seinem Konto. Neun Tore, von denen sieben unmittelbar zum Sieg für Hertha BSC beitrugen. Das ist Platz Zwei in der Torschützenliste. Marko Pantelic hat den Berlinern 15 Punkte fast im Alleingang verschafft. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn oftmals waren Pantelic‘ Vorstöße die einzigen im gesamten Spiel. 15 Punkte! Nach 19 Spieltagen hat Hertha ganze 23…

Der Serbe ist „Herthas Lebensversicherung“, wie man immer wieder liest, wenn es um den wichtigsten Spieler der Hertha geht. Nicht Arne Friedrich, auch nicht Josip Simunic, sonder ohne Wenn und Aber Marko Pantelic. Der Rechtsfuß ist im Moment die einzige unberechenbare Komponente im Spiel der Mannschaft von Lucien Favre. Das war übrigens schon in der letzten Saison der Fall.

Marko Pantelic verdient bei Hertha BSC 1,5 Millionen Euro im Jahr. Das ist viel Geld für einen Ottonormalverbraucher, für den langmähnigen Stürmer ist es zu wenig. Er will mehr Geld, sonst ist er weg. Das ist die Botschaft, die seit einem halben Jahr sein Presseboykott überbringt und die sein Berater nun auch immer offener ausspricht. Pantelic spielt Fußball für 1,5 Millionen Euro. Wenn er zudem auch noch der Verein in der Öffentlichkeit repräsentieren und als Führungsspieler vorangehen soll, muss Hertha einen gehörigen Betrag oben drauf legen.

Der beste Torschütze der Herthaner will sich in die Riege der Topverdiener bei Hertha einreihen und wie z.B. Arne Friedrich drei Millionen Euro verdienen. Dass der Verein knapp bei Kasse ist, interessiert ihn dabei nicht. Und das völlig zurecht. Manager Dieter Hoeneß verpflichtet einen Spieler nach dem anderen, das Gehaltsbudget sinkt immer weiter und der beste Herthaner seit Marcelinho wird nicht ansprechend gewürdigt.

Natürlich gibt es dafür Gründe. Exakt vor einem Jahr forderte Pantelic schon einmal eine Aufstockung seines Gehalts. Doch im Gegensatz zu heute brach seine Leistung antiproportional zu seinen Forderungen ein. Pantelic hatte keine Argumente. Die hat er jetzt und Hertha würde gut daran tun, mit ihm oder seinem Berater zu sprechen. Denn wenn ein Marko Pantelic etwas ist, dann stolz. Und wenn ihm englische Vereine Honig ums Maul schmieren, dann ist er schneller weg, als Dieter Hoeneß „drei Millionen Euro“ sagen kann. Und wer soll dann Herthas Tore schießen?

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