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Danke, Thorsten Kinhöfer

3. Dezember 2007

Es war die 69. Minute im Spiel zwischen Hertha BSC und Bayer Leverkusen, als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer einmal zu früh in seine Pfeife bließ. Der Referee hatte einen Trikot-Zupfer des Leverkusener Verteidigers an Marko Pantelic gesehen. Kinhöfer hatte sehr genau hingeschaut. Das ist fast schon löblich. Pfeifen dürfen hätte er trotzdem nicht. Denn trotz des Zupfers am blauen Hertha-Jersey gelang es Pantelic, den Ball zu kontrollieren und an Rene Adler vorbei im Tor der Leverkusener unterzubringen. Es wäre der 1:2-Anschlusstreffer gewesen und wer weiß, was dann passiert wäre…

Aber Hertha hatte es an diesem Nachmittag nicht verdient noch einen Punkt zu holen oder sogar das Spiel zu drehen. Deswegen hat sich nach dem Spiel auch niemand so richtig über den Fehlpfiff von Kinhöfer echauffiert. Alle bei Hertha wussten, dass dieses Tor nichts am Ausgang des Spiels verändert hätte. Dafür war die Werks-Elf zu gut und Hertha ohne die nötigen Mittel. Und deshalb sollten sich die Berliner bei Kinhöfer bedanken, dass er ihnen ein ohnehin verlorenes Spiel verpfiffen hat. Denn am Ende gleicht sich alles aus und wer weiß wozu das nochmal gut ist.

Den Rest der Hinrunde muss Hertha jetzt der Schadensbegrenzung widmen. Die Mannschaft hat mehr erreicht, als man ihr vor der Saison zugetraut hat, ohne dabei wirklich zu überraschen. Dazu hat sie am letzten Spieltag vor der Winterpause noch einmal die Möglichkeit. Denn da kommen die Bayern nach Berlin und ich glaube, die Chancen, dass Hertha dieses Spiel gewinnt, sind ungefähr so groß, wie ein Gruppenspiel-Sieg Österreichs bei der Europameisterschaft. Aber wie sagte Andreas Herzog, der beste Fußballer Österreichs der 90er Jahre? „Wir haben so wenig Erfolg gehabt in den letzten Jahren, irgendwann muss das ja auch mal vorbei sein.“ Wenn Fußball so einfach wäre, hätte Hertha tatsächlich Chancen gegen den Rekordmeister. Leider, und das gilt auch für den Gastgeber der Euro 2008, ist Fußball nicht so einfach…

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