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Glatt ROT!

18. September 2007

Dieser Artikel kommt ca. 3 Tage zu spät, aber ich kam nicht auf die Seite. Warum, weiß allein funpic.de…

Was sich am Freitagabend in Dortmund abgespielt hat, war kein Fußball mehr. Das war körperverletzendes Ballspiel. Am Samstag ging es in etwas abgeschwächter Form so weiter, was allerdings in den Medien viel mehr aufgebauscht wurde, als DAS Foul des Spieltages. Die Medien stürzten sich auf Thimothee Atouba vom HSV , Eintrachts Albert Streit und Bremens Naldo. Warum? Weil sie mit dem Ellenbogen zuschlugen, sich an den Weichteilen des Gegenspielers vergriffen oder auf den Gegenspieler drauftraten (in dieser Reihenfolge).

Albert Streit war im Zweikampf mit Atouba etwas zu „fickrig“, wie wir in der Fußballersprache sagen und langte im Zweikampf mit Thimothee Atouba in dessen Weichteile. Er griff ordentlich zu, was den Kameruner dazu veranlasste, mit dem Ellenbogen nach hinten zu schlagen, wo sich Streits Gesicht befand. Der Frankfurter ging zu Boden, als wäre er erschossen worden und mimte – natürlich – den Unschuldigen. Jetzt schlagen alle auf Atouba ein, weil er ja Wiederholungstäter ist. Ich sage aber, dass Streit die größere Strafe verdient hat und bin auf das Urteil des Sportgerichts (Donnerstag, 20.09.07) gespannt.

Der Bremer Naldo – und damit sind wir bei diesem Schlachtspiel vom Freitag – machte einen etwas unbeholfenen Schritt nach unten, wo ungklücklicherweise der Dortmunder Jakub Blaszczykowski (der Einfachheit halber ab sofort Kuba genannt) lag. Er wischte ihm so ein bisschen mit dem Stollenschuh über den Brustkorb, was vielleicht als Tätlichkeit gemeint war, aber nicht so ankam. Der Schiedsrichter wertete das als natürliche Bewegung und deshalb wird Naldo auch nicht nachträglich bestraft. Ohnehin hätte Kuba zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen.

In der 69. Minute segelte der Pole nämlich mit gestrecktem Bein auf Hüfthöhe und mit voller Absicht in den Bremer Tosic hinein. Er ließ das Bein gestreckt, auch als sich sein Stollen bereits in Tosic‘ Oberschenkel gebohrt hatte. Die lächerliche Entscheidung: Gelbe Karte! Solche Aktionen, bei denen Karrieren von Spielern beendet werden könnten (wie es vor einigen Jahren beim Ex-Herthaner Marko Rehmer, nach einem brutalen Foul eines Kölner Spielers der Fall war – Rehmer erholte sich davon nie wieder), sollten Schiedsrichter bestrafen! Und nicht, weil jemand beim Jubeln das Trikot auszieht…

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