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Respekt, Herr Hambüchen!

9. September 2007

Turnen ist eine Sportart, die bisher komplett an mir vorbei gegangen ist. Und zwar sowohl physisch als auch visuell. In der Schule konnte ich diesem „Über-den-Kasten-Hüpfen“ überhaupt nichts abgewinnen, was vielleicht auch ein wenig an meinem Übergewicht und der damit verbundenen niedrigen Erfolgsquote lag. Turnen war was für Freaks mit ganz viel Muskeln.

Daran hat sich nicht viel geändert. Doch durch die Turn-WM in Stuttgart, die heute mit der Gold-Medaille am Reck von Fabian Hambüchen zuende gegangen ist, hat sich meine Sichtweise ein bisschen verschoben. Ich bin zwar nach wie vor nicht so wahnsinnig interessiert am Turn-Sport, aber die Wertschätzung ist dann doch um einiges gestiegen. Was diese Sportler leisten, ist fast mit nichts zu vergleichen. Welche Disziplin man aufbringen muss, um ein Spitzenturner zu werden. Auf was diejenigen alles verzichten müssen. Doch ich denke mal, der Moment, in dem sie auf der Matte landen, stehen und den Applaus der Zuschauer ernten, wiegt das locker wieder auf.

Diese Jungs und Mädels sind echt unfaßbar durchtrainiert, sie dürfen sich keine Fehler erlauben und eine Undiszipliniertheit schon gar nicht. Das ist der Unterschied zum Fußball. Oder kann sich jemand einen Turner wie Mario Basler – mit Zigarette im Mundwinkel – vorstellen? Ich nicht. Doch genau da liegt wohl auch die Faszination des Fußballs verborgen. Turner verdienen Respekt, Fußballer den Ruhm. So ist es dann wohl.

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