Getaggte Beiträge ‘Schlägerei’

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“Gangster oda was??”

März 10, 2008

Die blanken Zahlen weisen auf eine erfolgreiche Reise nach Dortmund hin. Hertha hat einen hochverdienten Punkt beim BVB geholt, Marko Pantelic seine Klasse erneut unter Beweis gestellt und seinen 11. Saisontreffer erzielt und Gabor Kiraly hat seinen Minuten-ohne-Gegentor-Rekord NICHT an Jaroslav Drobny abgeben müssen (dafür hätte er bis zur 78. Minute durchhalten müssen, um daneben zu greifen…).

Allerdings hat diese Auswärtsfahrt aus einem anderen Grund einen ziemlich bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Als wir nämlich fast als Letzte den Auswärtsblock in Richtung Bus verließen - dafür muss man vom Stadion ungefähr einen Kilometer um das Stadion und zwangsläufig an den Dortmunder Fans vorbei - wurden wir nicht nur angepöbelt, sondern auch geschlagen.

Das Ganze fing mit einem Schubser von hinten an. Als ich mich umdrehte, um zu sehen, was passiert war, fingen die Pöbeleien an. Ob wir ein Problem hätten, dass wir Scheiß-Hauptstädter uns verpissen sollten und, dass der Ruhrpott das einzig Wahre sei. Ist ja alles gut und schön, die Meinung soll er gerne haben. Doch nach und nach wurden diese Typen aggressiver, traten uns von hinten und als ich eine Sekunde nicht aufpasste, erwischte mich ein Schlag am Kopf.

Ganz davon ab, dass dieses Verhalten an Primitivität nicht zu unterbieten war, weiß ich nun, wie man sich als Ausländer in einer “No-Go-Area” fühlen muss. Hilflos, mutlos, chancenlos. Und vor allem kann man den Wunsch nach einer Waffe, jahrelangem Karatetraining oder einfach ein paar mehr Muskeln nicht unterdrücken. Einfach um diesen Typen nicht das Gefühl zu geben, gewonnen zu haben.

Zur Verteidigung der Dortmunder Fußballfans sollte ich an dieser Stelle sagen, dass es sich nicht zwangsläufig um Fans gehandelt haben muss. Denn keiner der Fünf hatte einen Schal, ein Trikot oder ein anderes Utensil, dass ihn als Schwarz-Gelben identifizierte. Allerdings wäre ein bisschen Hilfe von den vorbeilaufenden, sich auch als BVB-Fans “Outenden” (nur so ca. 100) schon ganz nett gewesen…

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Von Spiderschweinen und schusssicheren Westen

Juli 26, 2007

Homer und Ich

Gleich zu Beginn werde ich nachdenklich. Warum hat dieser höchstens 18-jährige Typ da vorne eine schusssichere Weste an? Was weiß der, was ich nicht weiß? Und, wo bekommt man so ein Teil überhaupt her? Ziemlich schnell wird mir jedoch klar, dass dieser Typ mit seiner Klasse/seinem Jahrgang/seiner Konfirmandengruppe da ist und einfach auf cool macht. Wahrscheinlich hat er es damit sogar geschafft, seine weiblichen Mit-was auch immer-innen zu beeindrucken: “So ne schusssichere Weste: In Berlin hat sowas jeder…”

Einen Moment überlege ich, ob er nicht sogar recht hat. Bzw. recht haben sollte. Denn immer öfter hört man ja von Schießereien, Morden und anderen Gewaltdelikten in Berlin. Klar macht sowas Angst. Aber deswegen gleich so ne Weste zulegen? Soweit geht die Paranoia dann doch noch nicht.

Dann doch lieber seine Sorgen mal total vergessen und einfach abschalten und vor allem ablachen. Am besten im Kino und beim ersten Zeichentrickfilm, den ich mir angesehen habe, seit “König der Löwen”: Die Simpsons. Der Typ mit der Weste saß nämlich gestern ca. fünf Reihen vor mir und blieb auch extra und als einziger seine Gruppe so lange stehen, bis jeder gesehen hatte: Hey guck mal der Typ da, der hat ja ne schusssichere Weste an. Boah…

Aber nun zum Film und damit zum erfreulichen Teil dieses Beitrags. Die 85 Minuten gehen zwar ziemlich schnell vorbei, aber das ist dann irgendwie auch der einzige Kritikpunkt an diesem Gagfeuerwerk. Homer ist in Hochform und mit ihm natürlich auch ganz Springfield+Alaska. Der simpsonstypische Humor ist fantastisch oft vertreten und die Kritik an der Gesellschaft, vor allem der amerikanischen, ist treffend und auf den Punkt pointiert. Ich habe mich sehr gut amüsiert. Als ich dann das Kino verließ und auf den dunklen Kurfürstendamm trat, fiel mir der Typ mit der Weste wieder ein.

“Nein”, dachte ich, schüttelte den Kopf und fuhr mit einem breiten Lächeln auf den Lippen und Homers “Spiderschwein”-Song im Gedächtnis, nach Hause.