Archiv für die Kategorie ‘Vorbericht’

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Jetzt geht’s los

Juni 7, 2008

Das Warten hat ein Ende: Heute abend beginnt endlich die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Und auch wenn unsere südlichen Nachbarn anscheinend noch nicht in EM-Stimmung sind, wird sich das spätestens um 18.00 Uhr ändern. Dann spielt die Schweiz gegen Tschechien das Eröffnungsspiel in Basel. Die Chancen für den einen der beiden Gastgeber stehen nicht so schlecht - auch wenn meine EM-Vorschau etwas anderes besagt - und ein Sieg könnte dafür sorgen, dass die rot-weißen Girlanden, Fahnen und Hawaii-Ketten ganz schnell ins öffentliche Bild treten. Ich hoffe darauf und wünsche mir deshalb einen 3:1-Sieg der Eidgenossen.

Das zweite Spiel wird zeigen, ob Portugal der Favoritenrolle gerecht werden kann. Die sehr stimmige Analyse von allesaussersport zeigt, dass es für die Portugiesen bereits im ersten Spiel eng werden könnte, vorausgesetzt die Türken versuchen nicht von sich aus, die Mannschaft um Superstar Christiano Ronaldo zu überrennen. In diesem Spiel ist alles drin:

- ein klarer Auftakterfolg des Favoriten (der die Türken in tiefe Depressionen stürzen würde, aus denen sie nicht mehr herauskommen würden)

- ein 4:4-Unentschieden (dass mir als neutralem Betrachter am liebsten wäre)

-ein Überraschungserfolg der Türken (was deren Brust so voll mit Stolz machen würde, dass sie für den Rest des Turniers zu keinem anständigen Pass mehr imstande wären).

Natürlich auch ein lahmes “bitte ein langweiliges Ergebnis einsetzen”. Aber davon gibt es bei dieser EM, hoffe ich zumindest, nicht all zu viele. Ich bin jedenfalls heiß auf den Start. Vor allem natürlich auf den Sonntag. Der Raab hat ja schonmal gezeigt, wie es gehen könnte..

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Die EM im deutschen Fernsehen - und im Netz

Mai 29, 2008

Wie, wo und wann guck ich mir denn die Euro nun eigentlich an? Live vor Ort kann ich ja leider nicht dabei sein - armer und viel Arbeit vor sich habender Student und außerdem (noch) nicht als Journalist akkreditiert. Ich hoffe, das ändert sich spätestens bei der nächsten internationalen Meisterschaft. Also muss der Fernseher bzw. die Großbildleinwand herhalten. Da ich hier nicht alle öffentlichen Schauplätze Deutschlands auflisten kann, beschränke ich mich auf das TV- und Internetprogramm. Da gibt es nämlich eine Menge zu sehen.

Mit großem Erstaunen habe ich gerade gesehen, dass Premiere offenbar kein einziges EM-Spiel überträgt. Das erstaunt mich ein wenig, zumal der Bezahlsender bei der WM-Übertragung 2006 einen sensationell guten Job gemacht hat. Da ich aber ohnehin kein Abonnent bin, ist mir das ziemlich egal.

Das ZDF ist im Gegensatz dazu natürlich, genauso wie die ARD - zu der ich aber erst später komme - live vor Ort. Unter dem Motto “Fußball-Oper” hat das Zweite sein Studio auf der Bregenzer Seebrücke aufgebaut. Einen spektakulären Schauplatz hatte es ja schon bei der WM 2006 in Deutschland eingenommen: Damals moderierten JBK, Kloppo und der Urs aus dem Berliner Sony Center am Potsdamer Platz. Damals Urbanität, nun die Bergseeidylle - ich find das gut. Womit das Positive aber auch schon gesagt wäre, denn wer entschieden hat, das schlicht und einfach unlustige “Nachgetreten” mit Ingolf Lück als Gastgeber erneut ins Programm zu hieven, sollte persönlich die Rundfunkgebühr an alle GEZ-Zahler für die Zeit der EM als Schmerzensgeld zurückzahlen müssen.

Das Deutsche Sport Fernsehen hält sich - was EM-Berichterstattung angeht - bisher ziemlich zurück. Am Sonntag soll es wohl den EM-Stammtisch inklusive Phrasenschwein geben, aber das war es dann auch schon, wenn man die normalen Nachrichten wie “DSF aktuell” mal ausklammert. Bin mal gespannt, ob die sich noch was einfallen lassen oder tatsächlich das Kontrastprogramm Poker/Dart/Call-In-Show durchziehen.

Da lobt man sich doch die Jungs von Eurosport. Alle Spiele zeitversetzt (falls man mal was verpasst), ab dem Viertelfinale drei nicht näher definierte Sondersendungen und als absolutes, eigentlich nicht zu toppendes Highlight: Lothar Matthäus’ EM-Blog! Die “Lichtgestalt des deutschen Fußballs” - so die Beschreibung von Eurosport, ich dachte immer das wäre Franz Beckenbauer - führt also während der EM kein Schattendasein (Brüller!). Der Weltmeister von 1990 wird, laut einer Pressemitteilung “als Experte in die internationale Berichterstattung von Eurosport eingebunden.”

Er konkurriert dabei von den Marktanteilen in Deutschland her wahrscheinlich am ehesten mit Katharina und Malte. Die beiden Moderatoren des Kinderkanals (KIKA) machen das Thema Fußball-EM im “Tigerenten Club” für die Kleinen verständlich, außerdem berichten Kinderreporter aus dem Mannschaftsdomizil der deutschen Elf und als Highlight kommt gleich am 7. Juni “Thomas Hitzelsberger” (sic!) ins Studio. Das ist der, der laut Berliner Tagesspiegel seinen Vertrag beim VfB Stuttgart um drei Jahre verlängert hat. Ob es sich auch um den Nationalspieler handelt, weiß ich allerdings nicht…

Das ZDF legt in KIKA-Manier übrigens noch einen drauf. Alle, die nach dem Abpfiff des Abendsspiels noch feiern waren und erst morgens um sechs nach Hause kommen, sollten sofort die MUSIK BOXX einschalten. “Vom 2. bis 29. Juni können Fußballbegeisterte (Kinder) brandneue und altbekannte Fußballhits mitsingen, dazu tanzen und sich mit Piet Flosse, den TanzalarmKids, Juri Tetzlaff & Co. musikalisch auf die Europameisterschaft einstimmen.” Ein Traum geht in Erfüllung…

Witzig wird es auch bei den Freunden von BILD.de und das liegt nicht nur an den kreativen Schlagzeilen, sondern vor allem an den zum Teil wirklich genialen Video-Specials. Zurzeit machen Franck Ribery und Luca Toni mal wieder sehr amüsant Werbung in eigener Sache (ein Uefa-Video). Kaiser Franz ist sogar schon in seiner neunten Folge, obwohl man ihm die Abwesenheit seiner Spieler und vor allem Oliver Pochers Kahns, denen er sonst in der Bayern-WG so nah ist, deutlich anmerkt.

Aber vielleicht treffen sich die beiden ja in Österreich oder der Schweiz. Denn Oliver Kahn Pocher ist zusammen mit der ARD bei der EM, hat eine Kamera dabei und wird sicherlich weder Holländer, noch Polen und Österreicher verschonen. Wahrscheinlich wird er die Quote von “Waldis EM-Klub”, den es leider auch wieder gibt, in die Höhe treiben.

Aber mehr noch als alle Quoten (die er für die Schmidt-Show vor allem dank vieler junger Zuschauer nach oben trieb) und Fußball-Gesänge (”Bringt ihn heim” heißt sein Song zur EM) sprechen Pochers Feinde für Oliver Pocher. Es sind frisurproblembeladene Oberlehrer und durch gefühlte tausend Jahre ARD-”Scheibenwischer”-gestählte Schreckenslangeweiler, die Oliver Pocher aus Schmidts Show verbannen möchten.

Endlich sagts mal einer (hinzu kommt, dass er gerade beim Prominenten-Special von “Wer wird Millionär” eine Million Euro gewonnen hat - und damit das Doppelte von seinem allwissenden Chef vor ein paar Monaten)…

Solche Unterstützung haben Günter Netzer und Gerhard Delling natürlich nicht nötig. Aber die machen ja auch kein Entertainment, sondern abends die Sportberichterstattung. Auf das Nachmittagsspiel in der ARD bin ich ganz besonders gespannt. Denn dort wird Mehmet Scholl sein Moderatoren-Debüt geben. Der Ex-Bayer geht mit einigen Vorschusslorbeeren (ab 2.20 min) ins Rennen. Allerdings schmälert die Tatsache, dass sein Gegenüber Reinhold Beckmann sein wird, die Vorfreude erheblich. Die mittägliche Pressekonferenz des DFB rundet das Erste-Reihe-Programm ab.

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Punkten…für den Klassenerhalt!

April 12, 2008

Hertha heute also in Bochum. Und ohne unken zu wollen, gebe ich heute mal uneingeschränkt der Bild-Zeitung recht. Es wird das schwerste, wohl aber auch eines der wichtigsten Spiele von Lucien Favre. Die Stürmer Marko Pantelic und Raffael, sowie Steve von Bergen fallen sicher aus. Das sind drei Stammspieler, die der qualitativ dünne Kader von Hertha nicht ersetzen kann. Gegen Bremen beim 1:2 war sehr gut zu sehen, dass sowohl Solomon Okoronkwo, vor allem aber André Lima grundsätzlich das Potential besitzen, um sich gegen die Abwehrreihen der Bundesliga durchzusetzen. Man hat allerdings auch gesehen, dass die beiden überhaupt nicht zusammen spielen konnten. Gute Kontermöglichkeiten scheiterten gegen Werder immer wieder wegen eigensinnigen Dribblings oder katastrophalen Fehlpässen.

In der Abwehr ist der Ausfall von Steve von Bergen aber genauso wenig zu verkraften. Als der Schweizer im Spiel bei Energie Cottbus (1:2) vorzeitig vom Platz musste, führte Hertha noch mit 1:0 und es sah nicht danach aus, als könnten die Cottbuser die Hertha-Abwehr in Bedrängnis bringen. Durch von Bergens Verletzung jedoch musste Gojko Kacar, normalerweise im defensiven Mittelfeld beheimatet, in die Abwehrreihe rücken. Da fehlte es dann eindeutig an Eingespieltheit und Vertrauen in den Nebenmann. Vor allem aber fehlt Kacars Kreativität im Mittelfeld. Die konnte weder der zuletzt bärenstarke Mineiro, noch der langsam wieder abbauende Lustenberger und auch nicht (der nun ohnehin verletzte) Raffael ersetzen. Das Resultat waren zwei Treffer von Erwin Skela und die erneute Niederlage in Cottbus.

Es ist wahrscheinlich, dass Lucien Favre erneut nicht auf den letzten verbliebenen Abwehrspieler, nämlich den jungen Pascal Bieler, zurückgreift, sondern erneut, wie gegen Bremen, auf die Viererkette setzt. Die dürfte dann mit folgenden Namen besetzt sein: Chahed, Simunic, Friedrich, Skacel. Den Platz, den der letztgenannte Tscheche im Mittelfeld freimacht, bekäme dann Mineiro, der mit Lustenberger, Kacar, Piszczek und dem wieder genesenen Ebert das Mittelfeld bilden dürfte. Vorne stünde dann, ganz alleine, André Lima.

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass Lucien Favre in den letzten Tagen ein bisschen Malik Fathi hinterhertrauert. Der zweimalige Nationalspieler könnte das Loch, das Steve von Bergen hinterlässt, stopfen und Hertha so wieder mit der Dreierkette auflaufen, mit der die Mannschaft zu Rückrundenbeginn sechs Spiele ohne Niederlage blieb. Doch Fathi spielt und trainiert mittlerweile in Moskau. Die vier Millionen Euro Ablöse liegen auf Herthas Transferkonto und warten darauf, in neue Spieler investiert zu werden. Wenn Hertha gegen Bochum nicht punktet, könnte es allerdings sein, dass diese vier Millionen viel mehr wert sind, als es zunächst den Anschein hat. Denn das Restprogramm der Berliner ist alles andere als einfach und bei derzeit nur sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone, kann es (z.B. durch Niederlagen gegen den HSV, in Leverkusen und in München) ganz schnell ganz eng werden. Gegen Bochum, wie auch in Hannover, gegen den KSC und den 1. FC Nürnberg entscheidet sich Herthas Zukunft. Sollte die Mannschaft diese Spiele, aus welchen Gründen auch immer - Pech, Unvermögen, noch mehr Verletzungen oder Sperren usw. - verlieren, dann werden Fathis vier Millionen möglicherweise gebraucht, um die Lizenz für die Zweite Liga zu sichern. Bei immer noch über 30 Millionen Euro Schulden ein absolutes Horrorszenario.

Es könnte abgewendet werden. Mit einem Sieg in Bochum und dem damit verbundenen Gewinn an Selbstvertrauen. Auf geht’s Hertha. Kämpfen und siegen!

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Samstags-Tipps

März 29, 2008

Wenn man schonmal Zeit hat für eine kleine Bundesliga-Vorschau, dann sollte man die auch nutzen. Meine Tipps weichen allerdings ein bisschen von denen des Titans ab…

1. FC Nürnberg - FC Bayern München
Dass der “Club” unter dem neuen Trainer, Thomas von Heesen, immer noch ohne Sieg ist, stimmt nicht gerade optimistisch für einen Erfolg gegen den Tabellenführer. Aber, und das ist der Strohhalm an den sich offensichtlich unterlegene und in der letzten Zeit erfolglose Teams festhalten, jede Serie ist einmal zu Ende. Und warum sollte das gegen Ribery, Toni und Co. nicht gelingen? Nunja, vielleicht weil der Rekordmeister aus der Niederlage in Cottbus gelernt hat und den gleichen Fehler nicht noch einmal machen wird. Wenn die Nürnberger Glück haben, legt Uli Hoeneß bei Ottmar Hitzfeld ein gutes Wort für den Nachbarn aus dem Frankenland ein. Aber selbst dann wird es höchstens für einen Punkt reichen.

Tipp: 1:3

VfL Bochum - Borussia Dortmund
Der VfL ist seit fünf Spielen ungeschlagen, konnte allerdings die letzten drei Spiele nicht gewinnen (1:1). Auch der BVB kennt dieses Ergebnis aus zwei der letzten drei Spiele. Wirklich überzeugt haben die Borussen ja ohnehin nie. Vielleicht liegt es auch daran, dass Thomas Doll im Resümee seiner einjährigen Amtszeit in der Westfälischen Rundschau, den Vergleich zu einer Schülermannschaft zieht: “Wir werden zwar versetzt, waren aber nicht immer auf der Höhe. Da brauchen wir uns nicht in die Tasche zu lügen.” Hat er das sonst etwa getan…?

Tipp: 1:1

SV Werder Bremen - MSV Duisburg
Was ist nur mit Werder los? Drei Bundesliga-Spiele in Folge ohne Sieg, wann hat es das zuletzt gegeben? Gefühlt muss das ungefähr zu Zeiten von Aad de Mos gewesen sein. Da kommt der Tabellenletzte aus Duisburg gerade recht zum Aufpolieren des Selbstbewusstseins. Zumal Thomas Schaaf alle Spieler zur Verfügung stehen, er also die Qual der Wahl hat. Ein Schützenfest also? Mitnichten, dafür sind die Bremer zu unsicher. Zum Sieg reicht es aber trotzdem und der schickt Werder zurück in die Spur.

Tipp: 2:1

Karlsruher SC - FC Schalke 04
Die Karlsruher Euphorie hat sich nicht zuletzt nach dem beginnenden Ausverkauf von wichtigen Stützen wie Hajnal und Eggimann gelegt. Zuletzt schien ohnehin die Generalverurteilung von Maik Franz zum unfairsten Spieler aller Zeiten im Vordergrund des Interesses zu stehen. Dass Trainer Ede Becker die Entwicklung weg von den Uefa-Cup-Rängen in die Euphorie-bremsenden Karten spielt, wird in Baden nur unter der Hand gemunkelt. Becker selbst kann sich weiter ins Fäustchen lachen: Der KSC fällt weiter ins Niemandland der Tabelle.

Tipp: 1:3

Hamburger SV - Arminia Bielefeld
Mit Joris Mathijsen, Vincent Kompany, Nigel de Jong und Vadis Odjidja-Ofoe fehlen Huub Stevens Spieler im Gesamtwert von mehr als 30 Millionen Euro. Laut Transfermarkt.de ist der gesamte Kader der Arminia gerade fünf Millionen mehr wert. Das nur als Richtwert. Denn der HSV kann natürlich trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft gegen die, gestärkt vom Unentschieden gegen Bremen in der Vorwoche, Bielefelder aufbieten. Allein Rafael van der Vaart (Wert: 23 Millionen Euro), David Jarolim (7 Millionen) und Ivica Olic (8 Millionen) sind einfach zu stark für die Arminia.

Tipp: 4:1

Bayer 04 Leverkusen - Eintracht Frankfurt
Was verbindet die Eintracht mit den Sieben Zwergen? Sie hat genauso viele Verletzte. Preuß, Meier, Mahdavikia, Inamoto, Ljiubicic, Zimmermann, Chris und Chaftar. Das dieses Lazarett keine großen Auswirkungen auf die Leistungen der Mannschaft haben, ist der Einkaufspolitik der Frankfurter zu verdanken. Da sitzt zum Beispiel Vier-Millionen-Mann Caio immer noch auf der Bank und kann sich dabei mit dem zweiten Winter-Neuzugang Mantzios unterhalten (der allerdings nur ausgeliehen ist). Bayer hat diese Probleme nicht. Das Team von Michael Skibbe präsentierte sich selbst bei der Niederlage in München als Einheit und hegt berechtigte Hoffnungen auf die Champions League Qualifikation.

Tipp: 2:1

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Marta, die Zauberin

September 28, 2007

Vor gar nicht mal so langer Zeit habe ich auf diesen Seiten einen Beitrag zum Thema „Frauenfußball“ veröffentlicht. Es ist meinem Server oder einem Programmfehler oder meiner informatischen Unkenntnis zu verdanken, dass ich ihn an dieser Stelle nicht verlinken kann. Dabei hätte es ganz gut gepasst. Denn zurzeit läuft in China die Frauenfußball-Weltmeisterschaft und trotz meines damaligen Abneigungs-Pamphlet gegen alle Arten von Frauensport im Fernsehen, muss ich da jetzt wirklich Abstriche machen.

Denn das was gestern die Brasilianerinnen gespielt, zelebriert, ach was sag ich, gezaubert haben, ist genau das, was der Frauenfußball braucht. Ob es an den schwachen Amerikanerinnen lag, dass dieses 4:0-Spektakel am Ende dabei herauskam oder wirklich an der überragenden Leistung der Mädels vom Zuckerhut, wird sich am Sonntag zeigen. Wenn der deutsche und doch eher pragmatische Fußball im Finale auf den Zirkussport der „Selecao“ trifft.

Ok, ich bin Deutscher und als solcher sollte man auch sein Land unterstützen, aber wenn ich mich zwischen Birgit Prinz und Marta entscheiden muss oder zwischen Renate Lingor und Christiane, dann spielen nicht nur die optischen Vorzüge eine Rolle, sondern - und vor allem - die technischen und fußballerischen. Die Brasilianerinnen verkörperten Spielfreude pur und ich schreibe das in der Vergangenheit, weil ich von ihnen bisher nur das eine Spiel gesehen habe und es auch durchaus sein kann, dass das eine Eintagsfliege war.

Trotzdem würde mein Fußballerherz höher schlagen, wenn morgen Brasilien und nicht Deutschland nach einem großartigen und entscheidenden Fallrückziehertor von Marta der Zauberin Weltmeister wird. Einfach der schöneren Spielweise wegen.

Dank Youtube: Das 4:0 von Marta