Archiv für die Kategorie ‘Hertha’

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Aus im Viertelfinale

Mai 25, 2008

Spox.com

Ungerecht! Unfair! Sauerei!

Drei Worte, die mir kurz nach unserem Ausscheiden im Viertelfinale der offiziellen Deutschen Fanmeisterschaft, durch den Kopf gingen. Was war passiert?

Nach durchwachsenem Start (und einem für mich persönlich hochgradig bitteren 0:4 gegen Borussia Dortmund) steigerten wir - die Adligen - uns in jedem Spiel und qualifizierten uns nach Erfolgen über Bielefeld (2:0), Schalke 04 (4:2), den Vorjahresfinalisten Fanclub Deutsche Nationalmannschaft (2:0) und den VfB Stuttgart (2:0) für das Viertelfinale. Der BVB wurde übrigens Gruppensieger und scheiterte erst im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger Bayern München (der übrigens erstaunlicherweise nicht mit DIESEM Team antrat (und demzufolge auch NICHT wie im Vorjahr bereits im Viertelfinale rausflog), sondern mit einem, ich möchte mal sagen, STARK verjüngten Team, bei dem der ein oder andere demnächst vielleicht von seinem Oberliga-Trainer eine Geldstrafe aufgebrummt bekommt, weil er bei so einem Turnier mitgespielt hat (die er aber ohne Probleme mit der gemunkelten Antrittsprämie von 400 Euro - gerundet - bezahlen kann und noch was übrig hat)…

Wie auch immer, im Viertelfinale wartete Werder Bremen, die den mit zehn Treffern bis dahin erfolgreichsten Torschützen stellten. Gegen uns gelang dem “Mann mit der Nummer Neun”, wie Kommentator Rolf “Rollo” Fuhrmann immer wieder gerne sagte, aber kein Treffer (was an unserer destruktiven Spielweise natürlich an der geschlossenen Mannschaftsleistung lag!). Leider verhinderte der Bremer Keeper mit einem starken Reflex unseren Siegtreffer, sodass das Spiel ins Neunmeterschießen ging. 

Dort lagen wir schnell im Hintertreffen, was sich bis zum letzten Schützen der Bremer hinziehen sollte, weil es mir einfach nicht gelingen sollte, auch mal in die richtige Ecke zu springen. Beim letzten Schuss gelang es mir aber eben doch, sodass alles wieder von vorne losging. Unser erster Schütze zeigte fragend auf sich, denn er war sich nicht sicher, ob er oder - wie vorher vermutet, vom Schiedsrichter aber mehrfach verneint - einer schießen müsse, der bisher noch nicht am Punkt stand. Nachdem auch noch ein vermeintlicher Vertreter der Turnierleitung ermutigend genickt hatte, trat unser Schütze zum Punkt - und traf. Wir waren so gut wie im Halbfinale, ich musste nur den nächsten Ball halten…

Auftritt Rolf Fuhrmann. Vor dem ersten Spiel mit folgendem - ernst gemeinten - Spruch aufgefallen: “Was wir hier oben erzählen, ist eh unwichtig. Hört bitte auf die Schiedsrichter!” Der Kommentator hatte den Sachverhalt blitzschnell analysiert und richtigerweise darauf entschieden, dass nun auch ein Bremer noch einmal schießen dürfe, bevor neue, unverbrauchte Schützen ran müssten unglaublicherweise entschieden, dass wir noch einmal schießen müssten. Der Mann müsste die Psychologie von Elfmeterschießen eigentlich kennen und auch die Regel der Tatsachenentscheidung, die der Schiedsrichter mit dem Anpfiff des Elfmeters getroffen hatte. Aber offenbar habe ich mich da in ihm getäuscht.

Es kam wie es kommen musste. Unser neuer, unverbrauchter Schütze verschoss, die Bremer trafen.

Ungerecht. Unfair. Sauerei.

Entschärfter Artikel bei herthabsc.de

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Schon wieder ein Titel…

Mai 19, 2008

Dass Hertha, was die Website angeht, Bundesligaspitze ist, wusste ich ja schon länger. Auch im Beach-Volleyball konnte man nationale und überregionale Erfolge feiern (ganz nebenbei sind die Mädels auch ziemlich nett ;-).

Jetzt hat der Hauptstadtklub schon wieder einen Titel gewonnen. Alles andere als eine Utopia…

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Illustre Truppe

Mai 18, 2008

Dieter Hoeneß hat wirklich schon eine Menge versucht, um Hertha BSC ein positives Profil zu geben. Seit Mitte der 90er ist der Bruder von Bayerns Uli nun schon beim deutschen Hauptstadtklub, mit der Meisterschale durchs Brandenburger Tor gefahren ist er allerdings immer noch nicht und über die Grenzen von Brandenburg interessiert sich auch weiterhin kaum jemand für die Blau-Weißen. Innerhalb dieser Grenzen hat man es bei Hertha schon mehrfach mit groß aufgezogenen Werbeaktionen versucht. Trotzdem sinken die Zuschauerzahlen und auch die Identifikation mit dem Verein will sich bei den Berlinern nicht so recht einstellen.

Was also tun? Die Frage muss sich Dieter Hoeneß irgendwann in dieser Saison gestellt haben. Werbung hat nicht funktioniert. Jugend-Förderung hat zwar Geld und Anerkennung beim DFB gebracht, aber eben nicht die richtige Konsequenz gehabt. Die Berliner finden Hertha einfach nicht cool.

Hoeneß war verzweifelt, doch als Schalke 04 in der Winterpause einen scheinbar spektakulären Transfer vermeldete, ging dem Manager ein Licht auf. Wenn die Mannschaft schon nicht so spielt, wie der FC Barcelona, Manchester United oder Inter Mailand, dann könnte man ja wenigstens Spieler kaufen, die danach klingen. Bei Schalke hat das schließlich auch funktioniert, die Königsblauen spielen nächstes Jahr dort, wo Hertha gerne mal wieder hinmöchte: In der Champions League (auch wenn Ze Roberto daran so gut wie keinen Anteil hatte).

Also machte sich Hoeneß auf die Suche und traf in seiner Datenbank auf einen gewissen Kaká. Das wäre ein Coup, dachte er sich und nahm Kontakt auf. Das reichte aber noch nicht. “Hertha holt Kaká” ist schon eine Interesse weckende Schlagzeile, aber wie wäre es denn wenn Hertha nach Kaká auch nocht Etto(’o) holen würde? Das wäre doch weltmännisch, das hätte Flair. Kaká haben die Berliner mittlerweile verpflichtet, Etto soll kurz vor der Unterschrift stehen. Auch die dritte Neuverpflichtung, Maximilian Nicu, klingt ja wie Micoud. Und Marc Stein (Transfer Nr. Vier) wurde ja schon vor Hoeneß’ Idee geholt.

Der Plan könnte aufgehen, wenn Hertha sich auch weiterhin daran hält. Ich hab dem Manager mal ein bisschen die Arbeit abgenommen und ein paar mögliche Kandidaten rausgesucht.

Tor:

Marek Cech, Tscheche, 32 Jahre alt, spielt in Vladivostok, kostet 750.000 € und heißt wie Chelseas Torwart Peter Cech

Abwehr: 

Anton Ferdinand, Brite, 23 Jahre alt, spielt bei West Ham United, kostet 4.000.000 € und heißt wie Manchester Uniteds Verteidiger Rio Ferdinand.

Paolo Cannavaro, Italiener, 26 Jahre alt, spielt beim SSC Neapel kostet 7.000.000 € und heißt nicht nur so wie Real Madrids Weltmeister Fabio, sondern ist auch sein Bruder.

Leandro Vieira, Brasilianer, 29 Jahre alt, spielt beim FC Thun, kostet 250.000 € und heißt wie Inter Mailands Patrick Vieira.

Malte Metzelder, Deutscher, 26 Jahre alt, spielt beim 2.Liga-Aufsteiger FC Ingolstadt, kostet 175.000 € und heißt nicht nur so wie Real Madrids deutscher Verteidiger Christoph, sondern ist auch sein Bruder.

Mittelfeld: 

Dani Carvalho, Brasilianer, 25 Jahre alt, spielt bei ZSKA Moskau, kostet 7.400.000 € und heißt wie Chelseas Defensiv-Spezialist Ricardo Carvalho.

Kweku Essien, Ghanaer, 23 Jahre alt, spielt beim FC Maamobi, kostet 100.000 € und heißt wie Chelseas Defensiv-Spezialist Michael Essien. War auch schonmal beim Probetraining bei Hertha.

Mariano Torres, Argentinier, 21 Jahre alt, spielt beim Linzer ASK, kostet 200.000 € und heißt wie Liverpools Top-Stürmer Fernando Torres.

Björn Helge Riise, Norweger, 24 Jahre alt, spielt bei Lilleström SK, kostet 600.000 € und heißt wie Liverpools Mittelfeldspieler John Arne Riise.

Jens Robben, Deutscher, 25 Jahre alt, spielt bei RW Oberhausen, kostet 150.000 € und heißt wie Real Madrids Außenstürmer Arjen Robben.

Sturm:

Adriano, Brasilianer, 29 Jahre alt, spielt beim FC Porto, kostet 3.000.000 € und heißt wie der ehemalige Stürmer von Inter Mailand, der jetzt beim FC Sao Paulo in Brasilien spielt.

Also Dieter, los geht’s!

Quelle der Tranfersummen: www.transfermarkt.de

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Hertha im Uefa-Cup!

Mai 18, 2008

Unglaublich aber wahr: Hertha spielt dank der Fair-Play-Wertung in der nächsten Saison tatsächlich im Uefa Cup! Das gab die DFL am Sonntag bekannt und betonte dabei, dass es nicht ihre Entscheidung war: “”Aufgabe der DFL ist es in Bezug auf die Fairplay-Wertung lediglich, die Bewertungen der DFB-Schiedsrichter-Manager nach den Vorgaben der UEFA zusammenzuführen und den Sieger bekannt zugeben.” (Hervorhebung von mir). Also können sich alle enttäuschten Frankfurter und wenn es nach Sportschau-Moderatorin Monika Lierhaus geht auch alle Rostocker auf die Schiedsrichter-Manager stürzen. Fakt ist: Hertha war in dieser Saison der fairste Klub (und hat sich mit einer Ausnahme auch nichts zu schulden kommen lassen)

Für Hertha ist die Qualifikation nach der durchwachsenen Saison auf den ersten Blick ein absoluter ein Glücksfall. Platz Zehn in dieser Saison lässt das Blau der neuen längsgestreiften Trikot ziemlich grau aussehen, doch durch den Startplatz in Europa sind zumindest die roten Ränder wieder deutlich zu erkennen. Aber: Das kann sich auch ganz schnell wieder ändern. Denn Hertha ist natürlich nicht für die erste Uefa-Pokal-Runde gesetzt, sondern lediglich für die Qualifikation dafür. Soweit vorne musste selbst Hertha noch nie anfangen. In der Saison 2006/2007 starteten die Berliner in der zweiten Qualifikationsrunde für den Uefa Cup, setzten sich dort reichlich glücklich gegen den FC Ameri Tiflis (Georgien) durch und zogen so in eines der damals noch zahlreichen UI-Cup-Finals ein. Dort siegte Hertha dann nach einem torlosen Gähn-Kick im Hinspiel mit 2:0 im Stadion des russischen Vertreters FK Moskau und schied in der ersten Uefa-Cup-Runde sang- und klaglos gegen Odense BK (Schweden) aus.

Schweden wäre für die nächste Saison fast schon wünschenswert. Wahrscheinlicher sind jedoch die traumhafteren Reiseziele Georgien oder Russland. Illustre Namen sucht man in der ersten Runde der Qualifikation für den Uefa-Cup ohnehin vergebens. FC Santa Coloma (Andorra), Anorthosis Famagusta  aus Zypern (mit denen hat Hertha ja nicht die schlechtesten Erfahrungen) und auch der Ex-Klub von Publikumsliebling Gojko Kacar Vojvodina Novi Sad (Serbien) sind Teams, die in der letzten Saison dort antraten. Trotzdem freut man sich natürlich bei Hertha. Lucien Favre hob auf der Pressekonferenz vor allem hervor, wie wichtig diese Spiele für die Entwicklung der Spieler seien.

Trotzdem hat das Ganze - natürlich - auch einen Haken. Denn die erste Uefa-Cup-Runde beginnt bereits MItte Juli, wenn sich Herthas EM-Teilnehmer Simunic, Friedrich und vielleicht von Bergen noch im Urlaub befinden dürften. Ohnehin sind solch frühe Pflichtspiele bei den Profis mit Sicherheit nicht gerade beliebt. Im letzten Jahr setzte Lucien Favre den Trainingsauftakt auf den 25.06.. Ich bin mal gespannt, ob er ihn dieses Jahr noch weiter vorzieht, um sich ausreichend auf die erste Runde vorzubereiten. Fest steht auf jeden Fall schon jetzt: Hertha hat eine lange Saison vor sich.

Dass das kein Nachteil sein muss, zeigt die Vergangenheit. Allerdings nicht die von Hertha. Bremen wurde 2004 Meister, nachdem die Mannschaft Mitte Juli bereits UI-Cup spielen musste (und kläglich scheiterte). Der Hamburger SV musste in der Saison 2005/2006 sogar schon am 2. Juli ran, kam im Uefa-Cup bis ins Achtelfinale und qualifizierte sich in der Liga als Dritter für die Champions League. Es ist natürlich vermessen, eine solche Entwicklung für Hertha zu erwarten. Zumal sowohl Werder, als auch der HSV selbst in den frühen Qualifikations-Runden vor knapp 30.000 Zuschauern spielten. Bei Hertha darf man sich schon freuen, wenn es überhaupt fünfstellig wird.

Trotzdem ist dieser Startplatz vor allem eine Chance für die Mannschaft. Nicht nur sich weiterzuentwickeln, sondern auch mal wieder etwas für die Reputation des Vereins zu tun. Die hat in den letzten Jahren in Europa (und in Deutschland sowieso) ziemlich gelitten. Nach dem Aufstieg und der viel zu schnellen Qualifikation für die Champions League war man ja quasi Stammgast im Uefa Cup. Es ist an der Zeit, daran mal wieder anzuknüpfen.

Nachtrag: Die 11Freunde hat ins Thema gebissen und dabei einen “faden Beigeschmack der Willkür” entdeckt. Im Poll darunter halten mehr als 50% der User die Entscheidung für “ungerecht”.

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Fair nach Europa

Mai 13, 2008
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Clever, Herr Favre

März 13, 2008

Das Spiel bei Hansa Rostock sollte der Hertha-Coach ja eigentlich nur auf der Tribüne und ohne Kontaktmöglichkeit zu seiner Mannschaft verbringen. So hatte jedenfalls das Sportgericht entschieden, nachdem sich Favre beim 1:1-Unentschieden gegen Borussia Dortmund unflätig gegenüber dem Linienrichter verhalten hatte. Zudem sollte der Schweizer Coach 15.000 Euro zahlen.

Doch nun kommt alles anders. Durch einen, ich möchte fast sagen, genialen Schachzug der Berliner, wird Favre nun doch auf der Bank sitzen dürfen. Die Juristen der Hertha haben nämlich Einspruch gegen das Urteil eingelegt, wodurch die Strafe aufgehoben und in der kommenden Woche noch einmal verhandelt wird. Favre wird sich mündlich äußern müssen und dann, wenn alles glatt läuft, genau die gleiche Strafe erhalten, wie zuvor.

Doch im Gegensatz zum Rostock-Spiel an diesem Wochenende, findet das nächste Duell gegen Schalke 04 in der darauffolgenden Woche im heimischen Olympiastadion statt. Natürlich darf Favre auch dort nicht mit seiner Mannschaft kommunizieren. Doch in dieser Riesen-Schüssel wird sich ein Weg finden, den allerhöchstens die Fernsehkameras nachvollziehen, aber doch nicht beweisen können, damit der Trainer seiner Mannschaft Anweisungen zukommen lassen kann. In Rostock, auf fremden Terrain wäre das natürlich viel schwieriger gewesen.

Chapeau, Herr Favre. Chapeau Hertha BSC!

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Bye, bye, Malik

März 12, 2008

Schon komisch, dass weder kicker.de, noch Sport1 den sofortigen Wechsel von Malik Fathi zu Spartak Moskau bisher vermeldet haben. Denn etwas Besonderes ist das auf jeden Fall. Fathi war bisher unter Lucien Favre unumstrittener Stammspieler, machte 22 von 23 Saisonspielen und fiel bis auf seine bisweilen behäbige Spielweise nicht wirklich negativ auf. Außerdem verlängerte er seinen Vertrag vor nicht einmal einer Woche bis 2009. Trotzdem wechselt er nun nach Russland. Da stellt sich mir doch schnell die Frage nach dem Warum.

Antwort 1: Das liebe Geld. Die Russen sollen unbestätigten Gerüchten zufolge ganze vier Millionen Euro für Fathi bezahlt haben. Das ist eine Menge Geld für einen Verein, der immer noch mit 30 Millionen in den Miesen hängt und trotzdem große Ambitionen hat.

Antwort 2: Die Perspektive. Fathi, der auch mal solche Ambitionen hatte und sogar zweimal Nationalmannschafts-Luft schnuppern durfte, kann aller Voraussicht nach nun Champions League spielen. Ob er, der sogar im Berliner Winter mit Handschuhen gespielt hat, dabei an die “kühlen” Temperaturen in Russland gedacht, wage ich mal zu bezweifeln.

Antwort 3: Die mangelnde Perspektive. In Berlin hatte Fathi, dass war zu vermuten, keine Zukunft mehr. Ähnlich wie Sofian Chahed ist Fathi eigentlich nicht der Typ Spieler, den Favre favorisiert. “Polyvalenz” hat man dem 24-Jährigen nämlich noch nie nachgesagt. Dazu passt die Verpflichtung des auch nicht gerade polyvalenten, aber im Gegensatz zu Fathi noch nicht fertigen Mark Stein von Hansa Rostock zur neuen Saison. Und Manager Hoeneß wies auch nochmal auf Pascal Bieler hin.

Antwort 4: Das liebe Geld II. Natürlich wird Fathi in Russland eine Stange Geld kassieren. Ich gehe davon aus, dass es fast doppelt soviel sein wird, wie in Berlin. Wenn nicht, ist er selber schuld.

Trotzdem verliert Hertha damit einen grundvernünftigen Spieler, der sich immer, auch in den schlechtesten Zeiten für den Verein eingesetzt hat und alles dafür gegeben hat, dass er nach außen hin gut dasteht. Ich wünsche ihm in Russland alles Gute und freue mich schon auf die Champions League-Partien zwischen Hertha und Spartak…in zwei bis drei Jahren ;-)

Update: Der Kicker hat nachgezogen.

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“Gangster oda was??”

März 10, 2008

Die blanken Zahlen weisen auf eine erfolgreiche Reise nach Dortmund hin. Hertha hat einen hochverdienten Punkt beim BVB geholt, Marko Pantelic seine Klasse erneut unter Beweis gestellt und seinen 11. Saisontreffer erzielt und Gabor Kiraly hat seinen Minuten-ohne-Gegentor-Rekord NICHT an Jaroslav Drobny abgeben müssen (dafür hätte er bis zur 78. Minute durchhalten müssen, um daneben zu greifen…).

Allerdings hat diese Auswärtsfahrt aus einem anderen Grund einen ziemlich bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Als wir nämlich fast als Letzte den Auswärtsblock in Richtung Bus verließen - dafür muss man vom Stadion ungefähr einen Kilometer um das Stadion und zwangsläufig an den Dortmunder Fans vorbei - wurden wir nicht nur angepöbelt, sondern auch geschlagen.

Das Ganze fing mit einem Schubser von hinten an. Als ich mich umdrehte, um zu sehen, was passiert war, fingen die Pöbeleien an. Ob wir ein Problem hätten, dass wir Scheiß-Hauptstädter uns verpissen sollten und, dass der Ruhrpott das einzig Wahre sei. Ist ja alles gut und schön, die Meinung soll er gerne haben. Doch nach und nach wurden diese Typen aggressiver, traten uns von hinten und als ich eine Sekunde nicht aufpasste, erwischte mich ein Schlag am Kopf.

Ganz davon ab, dass dieses Verhalten an Primitivität nicht zu unterbieten war, weiß ich nun, wie man sich als Ausländer in einer “No-Go-Area” fühlen muss. Hilflos, mutlos, chancenlos. Und vor allem kann man den Wunsch nach einer Waffe, jahrelangem Karatetraining oder einfach ein paar mehr Muskeln nicht unterdrücken. Einfach um diesen Typen nicht das Gefühl zu geben, gewonnen zu haben.

Zur Verteidigung der Dortmunder Fußballfans sollte ich an dieser Stelle sagen, dass es sich nicht zwangsläufig um Fans gehandelt haben muss. Denn keiner der Fünf hatte einen Schal, ein Trikot oder ein anderes Utensil, dass ihn als Schwarz-Gelben identifizierte. Allerdings wäre ein bisschen Hilfe von den vorbeilaufenden, sich auch als BVB-Fans “Outenden” (nur so ca. 100) schon ganz nett gewesen…

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Gebt ihm das Geld

Februar 11, 2008

Neun Tore stehen auf seinem Konto. Neun Tore, von denen sieben unmittelbar zum Sieg für Hertha BSC beitrugen. Das ist Platz Zwei in der Torschützenliste. Marko Pantelic hat den Berlinern 15 Punkte fast im Alleingang verschafft. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn oftmals waren Pantelic’ Vorstöße die einzigen im gesamten Spiel. 15 Punkte! Nach 19 Spieltagen hat Hertha ganze 23…

Der Serbe ist “Herthas Lebensversicherung”, wie man immer wieder liest, wenn es um den wichtigsten Spieler der Hertha geht. Nicht Arne Friedrich, auch nicht Josip Simunic, sonder ohne Wenn und Aber Marko Pantelic. Der Rechtsfuß ist im Moment die einzige unberechenbare Komponente im Spiel der Mannschaft von Lucien Favre. Das war übrigens schon in der letzten Saison der Fall.

Marko Pantelic verdient bei Hertha BSC 1,5 Millionen Euro im Jahr. Das ist viel Geld für einen Ottonormalverbraucher, für den langmähnigen Stürmer ist es zu wenig. Er will mehr Geld, sonst ist er weg. Das ist die Botschaft, die seit einem halben Jahr sein Presseboykott überbringt und die sein Berater nun auch immer offener ausspricht. Pantelic spielt Fußball für 1,5 Millionen Euro. Wenn er zudem auch noch der Verein in der Öffentlichkeit repräsentieren und als Führungsspieler vorangehen soll, muss Hertha einen gehörigen Betrag oben drauf legen.

Der beste Torschütze der Herthaner will sich in die Riege der Topverdiener bei Hertha einreihen und wie z.B. Arne Friedrich drei Millionen Euro verdienen. Dass der Verein knapp bei Kasse ist, interessiert ihn dabei nicht. Und das völlig zurecht. Manager Dieter Hoeneß verpflichtet einen Spieler nach dem anderen, das Gehaltsbudget sinkt immer weiter und der beste Herthaner seit Marcelinho wird nicht ansprechend gewürdigt.

Natürlich gibt es dafür Gründe. Exakt vor einem Jahr forderte Pantelic schon einmal eine Aufstockung seines Gehalts. Doch im Gegensatz zu heute brach seine Leistung antiproportional zu seinen Forderungen ein. Pantelic hatte keine Argumente. Die hat er jetzt und Hertha würde gut daran tun, mit ihm oder seinem Berater zu sprechen. Denn wenn ein Marko Pantelic etwas ist, dann stolz. Und wenn ihm englische Vereine Honig ums Maul schmieren, dann ist er schneller weg, als Dieter Hoeneß “drei Millionen Euro” sagen kann. Und wer soll dann Herthas Tore schießen?

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Die Angst vor dem Wochenende

Februar 9, 2008

Wenn man wie ich Fan von einem Verein wie Hertha BSC ist, ist es manchmal schwer, sich auf ein Wochenende zu freuen, an dem die Siegeswahrscheinlich so groß ist, wie die Chance in der Vorbereitungszeit einen kompetenten Moderator bei Eurosport zu finden. Man hofft zwar irgendwie immer, dass es doch anders kommt, als man es erwartet, wirklich dran glauben tut man aber nicht. So war es jedenfalls vor dem Spiel der Hertha gegen den VfB Stuttgart.

Nach der Partie sah die Gemütslage dann natürlich ganz anders aus. Hertha siegte 3:1 beim Deutschen Meister und die Vorfreude auf das nächste Spiel zu Hause gegen Arminia Bielefeld ist ins Unermessliche gestiegen. Denn nun hat man ja gesehen, dass die Mannschaft Fußball spielen kann. Und warum sollte sie gegen den Tabellen-15. (Hertha ist Zwölfter) in den Trott vom ersten Spieltag nach der Rückrunde gegen Frankfurt (0:3) zurückfallen? Warum? Vielleicht weil Hertha eben Hertha ist…

Es ist wirklich nicht leicht diese Hertha 2008 einzuschätzen. Denn der VfB ist, das hat man schon in der Vorwoche beim 1:4 gegen Schalke sehen können, noch nicht in Bundesliga-Form. Trotzdem muss man im Gottlieb-Daimler-Stadion auch erstmal drei Tore schießen. Was Hertha ohne Marko Pantelic wäre, will ich lieber gar nicht fragen. Aber man hat gesehen, dass man einem wie ihn niemals so viel Freiraum geben darf. Wenn der Serbe Platz hat, macht er was draus und wenn er zweimal Platz hat, dann auch zweimal.

Die Frage, ob Hertha auch ohne Pantelic in Stuttgart gewonnen hätte, brauch aber nicht gestellt zu werden, denn niemand fragt nach einem starken Diego-Auftritt in Bremen was gewesen wäre, wenn der Brasilianer nicht gespielt hätte. Pantelic ist Herthas Diego. Dass Herthas Winterneuzugang und Favres Wunschspieler Raffael diesen Platz vielleicht mal einnehmen könnte, hat er heute in Ansätzen gezeigt. Die Kaltschnäuzigkeit beim 3:1 war erstklassig, sein sonstiger Auftritt solide.

In Stuttgart hat bei Hertha ausnahmsweise mal alles geklappt. Dass sogar Mineiro, der sonst eher fürs Grobe zuständig ist, einen Zauberpass (zum 3:1) spielen, dass Patrick Ebert seine Fehlpassquote und seine überhasteten Aktionen stark heruntergefahren und dass Fabian Lustenberger selbst mit seinen 19 Jahren schon ein wichtiger Mann für Hertha sein kann, macht Mut für die kommenden Spiele. Niemals aber dürfen sich die Spieler, der Trainer oder sonst irgendwer bei Hertha jetzt zufrieden zurücklehnen. Denn nur wenn die Mannschaft die gezeigte Leistung in der nächsten Woche bestätigt und weitere drei Punkte nachlegt, werde ich auch wieder optimistisch auf das Wochenende warten und nicht bei allen auf dem Papier stärkeren Gegnern kleinlaut dasitzen und hoffen, dass es kein Debakel gibt.